Aktualisiert 23.01.2008 16:05

Schweizer Filmpreis 2008: «Der Freund» ist Favorit

An den Solothurner Filmtagen werden am Mittwoch die Filmpreise verliehen. Mit vier Nominationen ist Micha Lewinskys Tragikomödie «Der Freund» Favorit. In der Königskategorie «Bester Spielfilm» gilt auch der Trickfilm «Max & Co» als starker Konkurrent.

Das technisch brillante Langfilm-Debüt der Freiburger Zwillinge Samuel und Frédéric Guillaume ist mit 30 Millionen Franken der teuerste Schweizer Film aller Zeiten. «Der Freund» hat laut seinem Produzenten Bernard Lang etwa zwanzigmal weniger gekostet.

Weitere Bewerber um die Krone des besten Schweizer Films sind «Fuori dalle corde» von Fulvio Bernasconi, «Pas douce» von Jeanne Waltz und «Schwarze Schafe» von Oliver Rihs.

Damit möglichst viele Prominente und Branchenprofis die diesjährige Gala besuchen können, findet sie erstmals in einer Tennishalle im CIS-Sportcenter Solothurn statt.

Es dürfte die letzte Filmpreis-Verleihung in Solothurn sein. Künftig soll der Anlass nach Möglichkeit als grosse TV-Gala inszeniert werden. Dafür gibt es in Solothurn keinen passenden Saal. Über die Zukunft der Filmpreis-Verleihung wird am Mittwochabend in Solothurn informiert.

Die Sympathischste geht leer aus

In der Kategorie «Beste Darstellerin» sind neben Johanna Bantzer aus «Der Freund», Mona Petri aus «Hello Goodbye» und Sabine Timoteo aus «Nebenwirkungen» im Rennen. Die Animationsfigur Madame Doudou aus «Max & Co», die im laufenden Filmjahr eine der beliebtesten Darstellerinnen sein dürfte, konnte aus formellen Gründen nicht nominiert werden.

«Bester Darsteller» werden könnten Bruno Cathomas aus «Chicken Mexicaine», Beat Marti aus «I Was a Swiss Banker» oder Bruno Todeschini aus «1 Journée». Bei den besten Nachwuchs-Darstellern dürfte es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben zwischen Philippe Graber aus «Der Freund» und Nils Althaus aus «Breakout».

(sda)

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