Arbeitsmarkt leidet unter Corona: Schweizer Firmen schreiben 15 Prozent weniger neue Jobs aus
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Arbeitsmarkt leidet unter CoronaSchweizer Firmen schreiben 15 Prozent weniger neue Jobs aus

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt ist angespannt. Es gibt aber auch positive Signale.

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Im Vergleich zum Vorjahr haben Firmen in der Schweiz im dritten Quartal 15 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben.

Im Vergleich zum Vorjahr haben Firmen in der Schweiz im dritten Quartal 15 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben.

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Das ist immerhin ein Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal.

Das ist immerhin ein Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal.

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Besonders gefragt seien Angestellte im Gesundheitsbereich.

Besonders gefragt seien Angestellte im Gesundheitsbereich.

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Darum gehts

  • Im dritten Quartal gingen die Stelleninserate in der Schweiz um 15 Prozent zurück.
  • Im Vergleich zum zweiten Quartal dieses Jahres sind zwar wieder mehr Stellen ausgeschrieben, gegenüber dem Vorjahr ist es aber ein deutlicher Rückgang.
  • Angestellte im Gesundheitsbereich sind immer noch sehr gefragt.

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt verbessert sich, bleibt aber angespannt: Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Stelleninserate deutlich zurück.

Insgesamt nahmen die Stelleninserate im dritten Quartal in der Deutschschweiz um 15 Prozent ab, wie eine vom Arbeitsvermittler Adecco und der Universität Zürich am Montag veröffentlichte Erhebung zeigt. In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz wurden 14 Prozent weniger Stellen ausgeschrieben.

Damit hat sich die Lage am Stelleninseratemarkt verglichen mit dem Vorquartal aufgehellt. Im zweiten Quartal brachen die im Adecco Swiss Job Market Index gemessenen Stellenausschreibungen wegen den Unsicherheiten rund um die grassierende Corona-Pandemie um satte 27 Prozent ein.

Weniger Kurzarbeit als erwartet

Positive Signale würden derzeit auch die aktuellsten Angaben zur BIP-Entwicklung in der Schweiz sowie Daten zur Kurzarbeit aussenden, heisst es in der Mitteilung weiter. Es werde weniger Kurzarbeit benötigt als ursprünglich beantragt und Auswertungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) zeigten, dass sich die Arbeitslosigkeit auf erhöhtem Niveau zu stabilisieren scheint.

Ungebrochen gross ist die Nachfrage nach Gesundheitspersonal. Seit 2015 sind die Stellenausschreibungen für Ärzte, Pflegepersonal und medizinische Praxisassistenten um 35 Prozent in die Höhe geklettert. Starkes Wachstum verzeichneten dabei die Kategorien Fachpersonen Gesundheit und Pflege-Hilfskräfte, während auch Ärztinnen und Ärzte rege gesucht wurden.

Dabei war die Corona-Pandemie für die Personalsuche im Gesundheitssektor nicht förderlich. Wegen Corona mussten nicht dringend notwendige medizinische Eingriffe und Therapien auf später verschoben werden. Dies hatte im zweiten Quartal nach einem zuvor starken Wachstum zu einem Einbruch bei den Inseratezahlen geführt, ehe diese im dritten Quartal wieder zulegten.

(nsa/sda)

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