Rücktritt nach sechs Jahren: Schweizer Forschungschef Thomas Zurbuchen verlässt die Nasa

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Rücktritt nach sechs JahrenSchweizer Forschungschef Thomas Zurbuchen verlässt die Nasa

Der im Kanton Bern geborene Thomas Zurbuchen ist seit 2016 Wissenschaftsdirektor bei der US-Raumfahrtbehörde. Nun geht er.

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Hat laut Nasa-Chef «unauslöschliche Spuren hinterlassen»: Forschungschef Thomas Zurbuchen. (Archivbild)

Hat laut Nasa-Chef «unauslöschliche Spuren hinterlassen»: Forschungschef Thomas Zurbuchen. (Archivbild)

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Zurbuchen über seinen Abgang: «Wenn man bei einer Organisation wie der Nasa arbeitet, dann ist die Sache wichtiger als die Person.»

Zurbuchen über seinen Abgang: «Wenn man bei einer Organisation wie der Nasa arbeitet, dann ist die Sache wichtiger als die Person.»

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Der im Kanton Bern geborene Zurbuchen verlässt Ende Jahr die Nasa.

Der im Kanton Bern geborene Zurbuchen verlässt Ende Jahr die Nasa.

AFP/Jim Watson

Darum gehts

  • Sechs Jahre lang war der Schweizer Thomas Zurbuchen Forschungschef bei der Nasa.

  • Im Dezember verlässt der im Kanton Bern geborene Wissenschaftsdirektor die US-Raumfahrtbehörde.

  • Die Nasa sucht nun einen Nachfolger.

Der aus der Schweiz stammende Forschungschef der Nasa, Thomas Zurbuchen, will die US-Raumfahrtbehörde Ende des Jahres verlassen. Nach rund sechs Jahren werde er seinen Posten aufgeben, teilten Zurbuchen und die Nasa am Dienstag mit. «Thomas hat unauslöschliche Spuren bei der Nasa hinterlassen», würdigte ihn Nasa-Chef Bill Nelson.

«Wenn man bei einer Organisation wie der Nasa arbeitet, dann ist die Sache wichtiger als die Person. Ich beobachte immer wieder, dass es eine Zeit gibt, wenn man gehen muss», sagte Zurbuchen gegenüber SRF. «Ich bin der Wissenschaftsdirektor, der am längsten in diesem Amt geblieben ist, und ich bin unheimlich stolz auf das, was wir erreicht haben. Aber es ist auch Tatsache, dass sich das, was ich täglich lernen kann, über die Zeit immer mehr vermindert hat. Ich bin jemand, der gerne Neues lernt.» Nun wolle er erst mal eine Pause machen und «sicher Ski fahren gehen».

«Es ist Zeit für einen Neuanfang»

«Dies ist eine schwierige Entscheidung für mich, aber ich glaube, es ist Zeit für einen Neuanfang – für die Direktion und für mich», schrieb Zurbuchen am Dienstag in einem Memo an die Nasa-Mitarbeiter. Er bezweifle, dass er «jemals einen cooleren Job als diesen haben werde», trotzdem glaube er, dass der Entscheid «das Beste ist für die Nasa, (…) für die wissenschaftliche Gemeinschaft und für mich». Es sei nun wichtig, den Job an jemanden weiterzugeben, «der gute Ideen hat und dann die Wissenschaft nicht nur in den USA, sondern weltweit weiterentwickelt».

Zurbuchen wurde 1968 im Kanton Bern geboren, studierte Physik und Mathematik an der Universität Bern, ging später an die Universität von Michigan in den USA und 2016 zur Nasa, wo er mehr als 100 wissenschaftliche Missionen verantwortete. Nach einem Nachfolger werde nun gesucht, hiess es von der Nasa.

(DPA/chk)

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