Aktualisiert 25.08.2015 13:19

Turnier abgesagtSchweizer Gamer um WM-Teilnahme gebracht

Herber Rückschlag für Schweizer Gamer: Die Game-WM wird von Polen nach Südkorea verlegt und ihre Disziplin aus dem Programm gekippt.

von
Ill-FiL
Riesen-Enttäuschung für Gamer, die sich eigentlich schon für die «Dota 2»-WM in Polen qualifiziert hatten: Der internationale E-Sport-Verband (IESF) hat das Game aus dem Turnierprogramm gestrichen.

Riesen-Enttäuschung für Gamer, die sich eigentlich schon für die «Dota 2»-WM in Polen qualifiziert hatten: Der internationale E-Sport-Verband (IESF) hat das Game aus dem Turnierprogramm gestrichen.

Völlig überraschend hat der Internationale E-Sport-Verband (IESF) die Game-Weltmeisterschaft von der polnischen Stadt Lodz nach Seoul in Südkorea verlegt. Ausserdem werden die zu spielenden Games geändert. Bitter ist das vor allem für die E-Sportler der Schweizer «Dota 2»-Meister: Die Mannschaft von Myinsanity, die Ende Juni die Vorausscheidung für die «Dota 2»-Weltmeisterschaft gewonnen hatte, wird aufgrund der Entscheidung der IESF um ihre Teilnahme gebracht. Als erstes Schweizer Game-Team überhaupt hätten sie unser Land in Lodz vertreten und um den WM-Titel mitspielen können.

Teams aus der ganzen Welt hätten sich in den Spielen «Counter Strike: Global Offensive» (CSGO), «Dota 2», «StarCraft II» (SC2) und «Hearthstone» messen sollen. Doch nun kommt alles anders.

«LoL» statt «Dota 2»

Aufgrund «politischer Vorkommnisse in der Stadt im Mai 2015», so die offizielle Begründung der IESF, haben deren Ausschuss und das technische Komitee die E-Sport-WM kurzerhand von Polen nach Südkorea verlegt.

Am 24. Mai war der konservative Präsidentschaftskandidat Andrzej Duda in einer Stichwahl überraschend zum neuen Präsidenten der Republik Polen gewählt worden. Ob die Absage der E-Sport-WM in Lodz in diesem Zusammenhang steht, ist unklar.

Negative Auswirkungen hat die Verlegung der WM vor allem für die eigentlich schon qualifizierten «Dota2»- und «CSGO»-Teams: «Nach Beurteilung der E-Sport-Kultur im (neuen) Gastgeberland und den Bedürfnissen der dort ansässigen Verbände hat die IESF beschlossen, dass folgende drei Games offiziell gespielt werden: ‹League of Legends›, ‹StarCraft II› und ‹Hearthstone: Heroes of Warcraft›.»

Wer rückt nach?

Doch daraus wird nichts. Dafür bekommen andere Schweizer E-Sportler die Chance, sich für die WM-Endrunde in Südkorea zu qualifizieren. Der Schweizerische E-Sport-Verband (SESF) wird jetzt nämlich versuchen, Qualifikationsturniere in den neu auf dem Programm stehenden Disziplinen zu organisieren, um im Dezember doch noch mindestens eine Schweizer Mannschaft an die WM schicken zu können.

Allerdings fehlt es dem SESF nicht nur an Zeit, sondern vor allem am nötigen Geld. Deshalb sucht der Verband jetzt nicht nur nach Organisatoren, die in Windeseile Qualifikationsturniere auf die Beine zu stellen. Wer ein solches veranstalten will, «muss für die Finanzierung der Reisekosten des entsprechenden Spielers oder Teams sorgen». Andernfalls müssten die Gewinner eines Quali-Turniers dazu bereit sein, «selber die Finanzierung ihrer (WM-)Teilnahme zu übernehmen». Immerhin: Die Kosten für die Unterkunft in Seoul werden gemäss SESF durch den Weltverband gedeckt.

Mehr Informationen zur Neuausrichtung der E-Sport-WM in Seoul finden Sie auf der offiziellen Website der SESF. Die E-Sport-WM in Seoul findet vom 2. bis 5. Dezember dieses Jahres statt.

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