Wunschlos glücklich?: Schweizer geben weniger Geschenke zurück
Publiziert

Wunschlos glücklich?Schweizer geben weniger Geschenke zurück

Nach Weihnachten folgt die Umtausch-Zeit. Doch der Trend nimmt ab. Warum? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

von
Isabel Strassheim
1 / 5
Geld zurück oder umtauschen: Nach den Festtagen wandern die meisten Waren zurück in den Laden.

Geld zurück oder umtauschen: Nach den Festtagen wandern die meisten Waren zurück in den Laden.

Keystone/Magali Girardin
Der Verkäufer ist aber in der Schweiz nicht gesetzlich verpflichtet, Artikel zurückzunehmen.

Der Verkäufer ist aber in der Schweiz nicht gesetzlich verpflichtet, Artikel zurückzunehmen.

Herbert Pfarrhofer
Gleiches gilt für den Online-Handel. Aus Kulanz gewähren viele Händler ihren Kunden aber ein Rückgaberecht.

Gleiches gilt für den Online-Handel. Aus Kulanz gewähren viele Händler ihren Kunden aber ein Rückgaberecht.

Keystone/Christian Beutler

Der Pulli passt nicht oder das Gadget ist nicht das gewünschte: Nicht jedes Geschenk kommt beim Empfänger gut an. In Läden und bei Online-Händlern wird nach Weihnachten so viel umgetauscht wie nie. «Nach den Feiertagen gibt es die meisten Umtäusche», sagt Migros-Sprecherin Monika Weibel zu 20 Minuten.

Allerdings geht die Zahl der zurückgebrachten Geschenke zurück. Dies stellen vor allem Coop und Manor fest. «Bereits seit einiger Zeit verzeichnen wir eine klar sinkende Umtauschquote», sagt Coop-Sprecher Ramón Gander. Seine Erklärung: «Heute wird bewusster eingekauft und geschenkt. »

Manor nennt nüchternere Gründe für den Rückgang: «Eine mögliche Erklärung dieses Phänomens ist der Anstieg des Verkaufs von Geschenk- und anderen Guthabenkarten wie zum Beispiel für iTunes, Spotify und Google Play», erläutert Sprecherin Elle Steinbrecher.

Nicht zu spät zurückgeben

Bei Coop können Waren mit einem Wert von weniger als 50 Franken auch ohne Kassenzettel zurückgegeben werden. «Dem Kunden wird der Kaufpreis in bar, als Geschenkkarte oder auf die Kreditkarte zurückerstattet», sagt Sprecher Gander. Bei Migros und anderen Händlern können Geschenke nur mit Kassenbon eingetauscht werden. Dafür gilt eine Frist von 30 Tagen – wurde das Geschenk also schon Ende November gekauft, wird jetzt die Zeit knapp. Dieselben Bedingungen gelten meistens für den Online-Handel.

Generell muss die Ware in der Originalverpackung und in einem einwandfreien Zustand sein. Wichtig ist auch, dass die Etiketten noch angebracht sind, heisst es bei Zalando. Und Manor-Sprecherin Steinbrecher betont: «Unvollständige, vom Kunden beschädigte oder beschmutzte Artikel werden im Allgemeinen nicht zurückgenommen.»

Deine Meinung