Schweizer gegen Bevorzugung von reichen Ausländern
Aktualisiert

Schweizer gegen Bevorzugung von reichen Ausländern

Schweizerinnen und Schweizer sind skeptisch, wenn es um Steuervorteile für wohlhabende Ausländer geht. In einer Umfrage lehnt eine Mehrheit der Befragten solche Privilegien für Prominente wie Johnny Hallyday, Michael Schumacher oder Tina Turner ab.

Wie die Umfrage im Auftrag der «Handelszeitung» und dem Westschweizer Magazin «Private Banking» ergab, äussern sich 45,4 Prozent der Schweizer kritisch bis ablehnend in Bezug auf solche Steuerbegünstigungen. Positiv standen solchen Privilegien 38,4 Prozent gegenüber, wie die «Handelszeitung» am Dienstag vorab aus ihrer Mittwochausgabe berichtet.

Hintergrund ist die Debatte, wohlhabende Ausländer, die in der Schweiz keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, in Zukunft stärker zur Kasse zu bitten. Bislang können wohlhabende Ausländer mit den Behörden in den einzelnen Kantonen eine Pauschalsteuer aushandeln.

In der Umfrage ergaben sich auch sprachregionale Unterschiede. In der Deutschschweiz lehnen 48,4 Prozent die Aufwandbesteuerung ab, während in der französischsprachigen Schweiz nur 35,7 Prozent dagegen sind. In der Romandie steht eine knappe Mehrheit (50,4 Prozent) hinter dem Steuerprivileg, während es in der Deutschschweiz nur 34,5 Prozent sind.

Die Umfrage wurde durch das Meinungsforschungsinstitut MIS durchgeführt. Befragt wurden im Januar in der Deutsch- und der Westschweiz 806 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren.

(sda)

Deine Meinung