Geisterfahrer in Spanien - Schweizer gerät mit Leiche auf Beifahrersitz in Polizeikontrolle
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Geisterfahrer in SpanienSchweizer gerät mit Leiche auf Beifahrersitz in Polizeikontrolle

Ein skurriler Vorfall im Osten Spaniens. Ein Schweiz-Spanier hat sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd geliefert. Was die Beamten aber dann in seinem Auto entdeckten, hat das Bisherige noch übertrumpft.

Ein spanischer Polizeibeamter überprüft das PCR-Testergebnis an der spanisch-französischen Grenze. (30. März 2021) (Symbolbild)

Ein spanischer Polizeibeamter überprüft das PCR-Testergebnis an der spanisch-französischen Grenze. (30. März 2021) (Symbolbild)

AFP

Darum gehts

  • Die katalanische Polizei hat einen 66-jähriger Schweiz-Spanier nach dessen Geisterfahrt gestoppt.

  • Bei der Leiche, die die Beamten im Auto des Mannes entdeckten, soll es sich um dessen Partner handeln – ebenfalls ein Schweizer.

  • Der 66-Jährige wollte mit der Leiche offenbar zurück in die Schweiz.

  • Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Ein Geisterfahrer mit einer stark verwesten Leiche auf dem Beifahrersitz ist in Spanien festgenommen worden. Eine lange Verfolgungsjagd mit mehreren Polizeifahrzeugen sei am Donnerstag zu Ende gegangen, als der 66-Jährige auf der Autobahn AP-7 unweit der katalanischen Gemeinde Jafre einen Unfall gebaut habe und dadurch zum Halten gekommen sei, teilte die Polizei mit. Bei dem Unfall rund 40 Kilometer südlich der französischen Grenze sei niemand ernsthaft verletzt worden. Der Mann sei in Frankreich und Spanien mehr als 30 Kilometer in falscher Richtung gefahren. Ermittlungen seien aufgenommen worden, hiess es. Der Geisterfahrer wurde am Freitag dem Richter vorgeführt werden und daraufhin freigelassen.

Wie die Zeitung «El País» unter Berufung auf die Behörden berichtete, wurde der Geisterfahrer als spanischer Bürger identifiziert, der lange Zeit in der Schweiz gelebt habe und auch den Schweizer Pass besitze. Bei der Leiche handele es sich den Erkenntnissen zufolge um den schweizerischen Lebenspartner des Mannes, der vor etwa drei Wochen im Alter von 88 Jahren unter bisher ungeklärten Umständen gestorben sei. Die Leiche solle einer Autopsie unterzogen werden, hiess es.

Laut «El País» begann der ungewöhnliche Zwischenfall am frühen Donnerstagnachmittag an der Grenze, als der Mann bei einer Kontrolle in Le Boulou mit seinem Wagen plötzlich kehrt machte und in falscher Richtung davonfuhr. Die französische Polizei habe sofort die spanischen Behörden informiert. Es wird vermutet, dass der Mann mit der Leiche in die schweizerische Heimat seines verstorbenen Lebenspartners fahren wollte. Wegen der Corona-Pandemie gibt es derzeit an der Landesgrenze zwischen Spanien und Frankreich Kontrollen, bei denen unter anderem die vorgeschriebenen negativen PCR-Tests vorgelegt werden müssen.

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(DPA/roy)

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