Schweizer gewinnen auch die zweite Partie
Aktualisiert

Schweizer gewinnen auch die zweite Partie

Das Schweizer Nationalteam hat an der WM in Kanada auch die zweite Partie gewonnen. Nach dem 2:1 gegen Weissrussland erreichte das Team von Trainer Ralph Krueger mit der Qualifikation für die Zwischenrunde das erste Teilziel.

Der Matchwinner für die Schweizer hiess Julien Sprunger. Der Freiburger erzielte jeweils im Powerplay beide Treffer für die Schweizer, die erneut eine disziplinierte und überzeugende Leistung boten. Sprunger erzielte im 34. Länderspiel zum zweiten Mal eine Doublette. Erstmals war ihm dies vor einem Jahr an der WM in Moskau beim 4:1 gegen Dänemark gelungen.

Im siebten WM-Duell mit Weissrussland gewannen die Schweizer erst zum dritten Mal. Nicht zuletzt wegen der 1:2-Niederlage gegen die Osteuropäer hatten die Schweizer vor zwei Jahren in Riga die Viertelfinal-Qualifikation nicht geschafft. Nun steht den Schweizern die Türe für den erneuten Vorstoss in die Top 8 weit offen: Ein Sieg gegen Dänemark in der Zwischenrunde würde wohl reichen. Zum Abschluss der Vorrunde trifft die Schweiz am Mittwoch aber vorerst auf Schweden.

Die Schweizer begannen äusserst druckvoll. Nach vier Minuten hatten sie den gegnerischen Torhüter Witali Kowal bereits siebenmal geprüft. Die Weissrussen ihrerseits tauchten erst mit dem ersten Powerplay (5.) gefährlich vor dem erneut tadellosen Martin Gerber auf. Das 1:0 (14.) war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient.

Mit dem Verlauf der Partie kamen die Weissrussen immer besser ins Spiel. In der 28. Minute verlor Philippe Furrer in der Ecke einen Zweikampf, Konstantin Kolzow schnappte sich die Scheibe und traf zum Ausgleich. Mit zahlreichen Strafen schwächten sich die Weissrussen immer wieder selbst. Eine dieser Strafen nutzte Sprunger zu seinem zweiten Treffer aus. Der Stürmer lenkte einen Schuss von Severin Blindebacher erfolgreich zum 2:1 (35.) ab. Das effizientere Powerplay machte letztlich die Differenz aus.

Weissrussland - Schweiz 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)

Colisée, Québec City. - 7500 Zuschauer. - SR Looker/Orszag (USA/Slk), Novak/De Haan (Slk/Ka).

Tore: 14. Sprunger (Monnet, Ambühl/Ausschluss Meleschko) 0:1. 28. Kolzow (Dudik, Salei) 1:1. 35. Sprunger (Blindenbacher, Monnet/Ausschluss Salei) 1:2.

Strafen: 11mal 2 plus 10 Minuten (Andrei Kostizyn) gegen Weissrussland, 9mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Weissrussland: Kowal; Denissow, Salei; Leontijew, Kostjutschenok; Schurik, Kolossow; Konstantin Kolzow, Sadelenow, Dudik; Tschupris, Kaljuschni, Andrei Kostizyn; Sergei Kostizyn, Grabowski, Meleschko; Jugarow, Michaljew, Antonenko.

Schweiz: Martin Gerber; Diaz, Forster; Blindenbacher, Bezina; Philippe Furrer, Julien Vauclair; Beat Gerber; Wick, Ambühl, Patrik Bärtschi; Déruns, Jeannin, Sannitz; Sprunger, Monnet, Reichert; Di Pietro, Zieler, Paterlini; Lemm.

Bemerkungen: Schweiz ohne Hiller (Ersatztorhüter), Rüeger, Seger und Guggisberg (alle überzählig). - Weissrussland ab 59:38 ohne Torhüter. - Schüsse: Weissrussland 23 (8-6-9); Schweiz 31 (13-11- 7). - Powerplay: Weissrussland 0/8; Schweiz 2/8.

LIVE-TICKER

60. Die Schweiz gewinnt gegen Weissrussland! Die «Eisgenossen» schlagen die Osteuropäer verdient mit 2:1. Held des Abends war der Fribourger Julien Sprunger mit zwei Toren. Obwohl die Schweiz das Spiel bestimmte, wurde es in den letzen Minuten noch einmal eng. Doch die Spieler von Ralph Krueger zeigten keine Nerven und brachten den Sieg souverän ins Trockene - auch dank einem starken Martin Gerber im Tor.

60. Die Schweizer bringen den Puck vom Bully weg, jetzt sollte es reichen.

60. Weissrussland-Goalie Koval hat sein Tor verlassen. Die Schweiz nun mit einem Mann weniger auf dem Eis.

60. Strafe gegen Thomas Ziegler. Er trifft einen Gegner mit dem Stock im Gesicht. Hektische Szenen zum Schluss.

60. Timeout Weissrussland

60. Zu viele Spieler auf dem Eis bei Weissrussland! Der Trainer kann es fast nicht glauben. Da war wohl jemand übermotiviert.

59. Die Weissrussen legen noch einmal einen Zacken zu. Sie haben die Niederlage im Nacken. Um diese noch abzuwenden, werfen sie alle nach vorne. Gerber hat alle Hände voll zu tun.

58. Riesenchance für Weissrussland! Mit einem geschickten Passspiel lassen die Weissrussen die Schweizer Verteidigung aussteigen. Glücklicherweise ist da noch Martin Gerber im Tor. Er zeigt sich zwar kurz auch unsicher, klärt dann aber in gewohnter Manier.

56. Die Strafe ist verstrichen, nichts passiert.

54. Dumme Strafe für die Schweiz: Es waren sechs Spieler auf dem Eis. Jetzt könnte es noch einmal eng werden.

54. Eine Druckphase der Weissrussen. Gerber bekommt doch noch etwas Arbeit. Doch er klärt soverän.

53. Das Überzahlspiel der Osteuropäer verlief bis zum Ende harmlos. Nun sind wieder die Schweizer am Drücker. Di Pietro tauchte zuletzt gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf.

50. Die Weissrussen haben sich im Schweizer Drittel installiert. Doch bisher agieren sie noch harmlos.

49. Wieder Strafe gegen die Schweiz. Diesmal muss Furrer raus. Bröckelt die Disziplin bei den «Eisgenossen»?

49. Grosse Chance für Déruns. Er steht mutterseelenalleine im Slot, Jeannin kann ihn anspielen. Doch der Genfer scheitert an Torhüter Koval.

47. Und die Osteuropäer nehmen sich den Vorteil selber wieder. Es geht mit Vier gegen Vier weiter.

46. Monnet muss in die Kühlbox. Die Schweiz nun also in Unterzahl.

43. Bärtschi und Ambühl wirbeln die weissrussische Abwehr durcheinander. Die Linie mit den beiden und Roman Wick bringt viel Zug aufs Tor. Das Erfreuliche ist jedoch, dass auch die anderen Linien keineswegs hinten anstehen. Alle sind für Tore gefährlich.

42. Das Powerplay ist zwar vorbei, aber die Schweizer machen weiter Druck. Der weissrussische Goalie hat alle Hände voll zu tun.

41. Weiter gehts. Die Schweizer beginnen das letzte Drittel in Überzahl.

40. Pausensirene. Die Schweiz führt verdient mit 2:1. Doch noch ist es nicht aller Tage Abend. Weissrussland wird im letzten Spielabschnitt sicherlich noch einen Zacken zulegen. Die Schweizer sind gefordert.

40. Noch eine Top-Chance für die Schweiz. Bezina schiebt durch den Slot auf Di Pietro, dieser hat ebenfalls das leere Tor vor sich. Doch auch der Routinier verschiesst.

39. Riesenchance für Ambühl! Der Schweizer kann aufs gegnerische Tor ziehen, Goalie Koval liegt bereits am Boden, das Tor ist also offen. Doch der Stürmer fühlt sich vom heraneilenden Weissrussen bedrängt und verschiesst. Da fehlte die Kaltblütigkeit.

39. Pfostenschuss für Weissrussland. Da war aus Schweizer Sicht viel Glück dabei.

39. Strafe gegen die Schweiz. Nun können die Weissrussen wieder einmal in Überzahl agieren. Da müssen die Schweizer aufpassen, ein Gegentor kurz vor Drittelsende wäre sehr gefährlich.

37. Kurz wird es heiss vor Martin Gerber. Doch dieser hat die Lage im Griff. Postwendend geht es wieder in die andere Richtung.

35. Tor für die Schweiz! Monnet schiesst von der blauen Linie, Sprunger lenkt vor dem Tor ab. Der Fribourger ist also Doppeltorschütze.

33. Wieder Strafe gegen die Osteuropäer. Die Schweizer können also gleich die dritte Überzahl in Folge spielen. Da muss etwas gehen.

32. Gute Chance für die Schweizer. Jeannin trifft aber nur die Maske des weissrussischen Torhüters.

31. Schlechter Wechsel bei den Weissrussen. Das gibt eine Strafe. Die Schweiz erhält nun also gleich noch einmal die Möglichkeit, in Überzahl zu spielen. Für 17 Sekunden sind sogar zwei Mann mehr auf dem Eis.

30. Die Schweiz einmal mehr im Powerplay. Können die «Eisgenossen» nun gleich wieder davon ziehen?

28. Tor für Weissrussland! Koltsov setzt sich in einer 1:1-Situation durch und erwischt den Schweizer Keeper eiskalt zwischen den Schonern.

27. Die Weissrussen jetzt mit etwas mehr Druck. Doch an Ottawa-Goalie Martin Gerber beissen sie sich die Zähne aus.

25. Pfostenschuss für Weissrussland und Glück für Martin Gerber: Der Puck prallt von seinem Schoner an den Pfosten.

24. Gute Chance für Ambühl und Wick. Doch Goalie Koval hat aufgepasst.

23. Das zweite Drittel beginnt gleich wie das erste aufgehört hat: Die Schweizer beanspruchen das Spieldiktat für sich.

21. Weiter gehts. Kann die Schweiz den Schwung aus dem ersten Drittel mitnehmen?

20. Pause in Québec. Die Schweiz führt dank einem Tor von Fribourgs Julien Sprunger mit 1:0.

18. Kein Nachlassen bei den Schweizern in Sicht. Monnet sorgt für die nächste gute Chance.

15. Konter für Weissrussland. Verteidiger Bezina hat kurz nicht aufgepasst. Doch bei Kostyuchenok flattern die Nerven. Goalie Gerber muss sich für den harmlosen Schuss nicht einmal bewegen.

15. Weissrussland schon wieder in Unterzahl. Die Schweizer kommen mit viel Schwung, sie scheinen vom Führungstor beflügelt zu sein. Monnet sorgt für die nächste gute Chance.

14. Tor für die Schweiz! Julien Sprunger nutzt den Platz im Powerplay, kurvt durch das Drittel und drückt im Slot ab. Torhüter Koval hatte keine Chance.

13. Die «Krueger-Boys» versuchen weiter, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Sie tauchen immer wieder vor dem Tor der Weissrussen auf. Doch die Osteuropäer sind gefährlich für Konter.

10. Sannitz' Strafe ist vorbei. Es bleiben aber nur wenige Sekunden in Überzahl.

9. Die Weissrussen machen sich den Vorteil selber zunichte. Antonenko hakt im Angriffsdrittel. Da wird der Trainer keine Freude haben.

9. Sannitz fährt absichtlich in den gegnerischen Torhüter. Das gibt zwei Minuten.

8. Riesenchance für die Schweiz! Verteidiger Forster kann alleine aufs Tor ziehen. In der Hitze des Gefechts schiesst er jedoch über das Gehäuse. Schade, das hätte die Führung sein können.

7. Kaum ist die Strafe vorbei, sind die Schweizer wieder am Drücker. Ambühl prüft den gegnerischen Goalie. Doch dieser bleibt Sieger des Duells.

6. Wenige Sekunden vor Ablauf der Strafe wird es noch einmal brenzlig vor dem Schweizer Tor. Doch Gerber hält weiter dicht, die Verteidiger können befreien. Es geht mit fünf gegen fünf weiter.

5. Nun also die Weissrussen in Überzahl. Sie installieren sich vor Gerbers Tor. Der NHL-Torhüter muss eingreifen. Doch er zeigt keine Schwäche.

4. Nun muss auch ein Schweizer in die Kühlbox. Thierry Paterlini hatte sich bei einem Gegner eingehakt. Eine vertretbare Strafe.

3. Es gelingt den Schweizern, sich zu installieren und Druck zu machen. Doch richtig gefährlich wurde es für den Torhüter der Osteuropäer noch nicht.

2. Und nun gibt es sogar die Überzahl-Möglichkeit für die «Eisgenossen». Können sie wie bereits gegen Frankreich im Powerplay überzeugen?

2. Bereits wird es mehrfach gefährlich vor dem Tor der Weissrussen. Blindenbacher, Déruns und Jeannin machen Druck.

1. Das Spiel beginnt! Das erste Bully ist gespielt.

- Gleich geht es los. Die Schweiz trifft in ihrem zweiten Gruppenspiel an der WM in Kanada auf Weissrussland. 20minuten.ch berichtet live.

Vor dem Spiel

Nach dem 4:1-Sieg gegen Frankreich steht die Schweizer Eishockey-Nati mit anderthalb Beinen bereits in der Zwischenrunde. Doch mit Weissrussland wartet heute der erste «richtige» Prüfstein auf die «Eisgenossen». 20minuten.ch berichtet ab 19 Uhr live.

Beim Sieg gegen Frankreich haben die Schweizer Eishockeyaner ihre Pflicht mehr als erfüllt. Sie drückten dem Spiel ihren Stempel auf und überzeugten besonders auch im Powerplay.

Doch die erste «wahre» Prüfung wartet heute Abend auf die Schweizer: Wollen die «Krueger-Boys» an dieser WM vorne mittmischen, ist auch ein Sieg gegen Weissrussland ein Muss. Die Osteuropäer liegen in der Weltrangliste in Lauerstellung, sind auf Rang neun nur einen einzigen Platz hinter den Schweizern klassiert (zum Vergleich: Frankreich ist «nur» 19.). Und: Die Weissrussen zeigten sich in ihrem ersten Gruppenspiel in bestechender Form. Gegen Schweden verloren sie knapp mit 5:6.

Das Spiel gegen Weissrussland hat für die Schweizer Eihockey-Nati also den Charakter einer «Stunde der Wahrheit». Gelingt den «Eisgenossen» kein Sieg gegen den Tabellennachbarn, dann sieht es wohl auch für den Rest der WM nicht rosig aus. Können die Schweizer aber ihren Schwung aus dem Frankreich-Spiel mitnehmen und den Weissrussen ebenfalls den Meister zeigen, scheint auch ein Exploit am Mittwoch gegen Schweden in Griffnähe.

(si/mon)

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