Wetter: Schifffahrt bedroht – Rhein-Pegel zum Teil nur noch knapp 40 Zentimeter

WetterSchifffahrt bedroht – Rhein-Pegel zum Teil nur noch knapp 40 Zentimeter

Die Hitzewelle in der Schweiz und Europa dauert weiter an. Weltweit toben Waldbrände. Hier finden Sie alles zum Wetter im Ticker.

von
Newsdesk
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11. August
11. August

Blick auf Bäume und Vegetation, die beim Grossbrand im Wald von La Teste-de-Buch in der Region Gironde im Südwesten Frankreichs verbrannt sind.

REUTERS
11. August
11. August

Waldbrand bei Belin-Beliet in der Nacht auf Donnerstag.

AFP
11. August
11. August

In ganz Frankreich kämpfen mehr als 10'000 Einsatzkräfte gegen die Flammen.

AFP

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Freitag, 12.08.2022

Rhein-Pegel an einer Stelle nur noch 40 Zentimeter

Auf dem Rhein sind die für die Schifffahrt wichtigen Wasserstände an der Engstelle beim rheinland-pfälzischen Kaub weiter zurückgegangen. Die Fahrrinnentiefe lag nach Angaben der Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes am Freitag gegen 9.00 Uhr bei nur noch 1,54 Metern. Am Vortag waren es noch 1,59 Meter gewesen. Niedriger als in Kaub im Rhein-Lahn-Kreis ist die Fahrrinnentiefe laut WSV an keinem anderen Abschnitt des Mittel- und Niederrheins. Sie ist letztlich entscheidend dafür, wie viel Fracht Binnenschiffer noch zuladen können.

Der Rhein bei Düsseldorf.

Der Rhein bei Düsseldorf.

AFP/Ina Fassbender

Der besonders kritische Pegel Kaub bei Rheinkilometer 546,3 stand am Freitag der WSV zufolge bei 42 Zentimetern nach 47 Zentimetern am Vortag. Laut Prognose der Behörde könnte noch am Freitag die Marke von 40 Zentimetern erreicht werden. Der Pegelstand zeigt allerdings nicht die tatsächliche Wassertiefe an, sondern die Differenz zwischen der Wasseroberfläche und dem sogenannten Pegelnullpunkt. Der wiederum liegt nicht am tiefsten Punktes der Flusssohle.

09:13

Gartenschlauch-Verbot in Teilen Englands tritt in Kraft

Im Südosten Englands ist am Freitag wegen der anhaltenden Trockenheit ein Gartenschlauch- und Rasensprenger-Verbot in Kraft getreten. Wie der Wasserversorger South East Water mitteilte, ist die private Nutzung von Gartenschläuchen oder ähnlichen Vorrichtungen bei allen Haushalten, die durch das Unternehmen versorgt werden, bis auf weiteres verboten.

Das gelte unter anderem für das Bewässern von Pflanzen, das Waschen von Autos und anderen privat genutzten Fahrzeugen sowie das Befüllen von Swimming Pools und Planschbecken. Ausgenommen sind unter anderem der gewerbliche Anbau von Pflanzen, die Bewässerung von Sportanlagen sowie der Betrieb von Autowaschanlagen. Der BBC zufolge sind von dem am Freitag in Kraft getretenen Verbot etwa 1,4 Millionen Haushalte in den Grafschaften Kent und Sussex betroffen.

«Offizielle Zahlen zeigen, dass dieser Juli der trockenste seit 1935 ist und der Zeitraum zwischen November 2021 und Juli 2022 die niederschlagsärmsten acht Monate seit 1976», hiess es auf der Webseite des Wasserversorgers.

In Teilen Englands gilt seit Freitag ein Gartenschlauch- und Rasensprenger-Verbot.

In Teilen Englands gilt seit Freitag ein Gartenschlauch- und Rasensprenger-Verbot.

PantherMedia / CLEMENT-MANTION Pierre-Olivier

Auch in anderen Teilen des Landes sind bereits Verbote für die Nutzung von Gartenschläuchen angekündigt. So sollen in der Grafschaft Yorkshire und auch in London ähnliche Beschränkungen in den kommenden Wochen in Kraft treten. Erwartet wurde, dass die britische Regierung noch am Freitag für weite Teile Englands eine offizielle Dürre-Periode ausrufen wird. Der britische Wetterdienst hatte am Donnerstag eine Warnung wegen extremer Hitze für weite Teile Englands und Wales ausgegeben. (DPA)

Donnerstag, 11.08.2022
11:57

Mehr als 10'000 Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen

Gemäss dem französischen Präsidenten Macron sind im gesamten Land mehr als 10'000 Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Zivilschutzes im Einsatz. «Diese Feuerwehrleute sind unsere Helden», schrieb Macron.

An die Bevölkerung gerichtet sagte er: Für die Menschen, die aus den brennenden Gebieten evakuiert wurden, bedeutet das Warten und Bangen. Für die betroffenen Bewohner ist es manchmal ein Leben, das ausgelöscht wird. Alle Leben retten, alles retten, was zu retten ist, und dann wieder aufbauen: Niemand wird vergessen.

10:47

Verheerende Waldbrände in Frankreich – Macron holt Hilfe im Ausland

Zwei Wochen nach den schweren Waldbränden an der französischen Atlantikküste waren am Donnerstag erneut mehr als 1000 Feuerwehrleute gegen die Flammen im Einsatz. Seit Dienstag brannten mehr als 68 Quadratkilometer im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine südlich von Bordeaux und im angrenzenden Département Landes nieder. Frankreich durchlebt neben der nach Regierungsangaben schlimmsten Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen derzeit eine Hitzewelle; auch am Donnerstag wurden Temperaturen bis 40 Grad erwartet.

Auf diesem Satellitenbild ist das Ausmass der Dürre zu sehen. Vor allem Frankreich ist schwer betroffen.

Auf diesem Satellitenbild ist das Ausmass der Dürre zu sehen. Vor allem Frankreich ist schwer betroffen.

Screenshot Copernicus

Die Feuerwehr veröffentlichte Fotos aus der Nacht, die brennende Kiefernwälder und dichte Rauchwolken zeigten. Wegen des Brandes wurden rund 10'000 Menschen evakuiert, mindestens 16 Häuser wurden zerstört. Premierministerin Élisabeth Borne und Innenminister Gérald Darmanin wollten am Donnerstag die evakuierte Kleinstadt Hostens besuchen und mit Feuerwehrleuten, Rettungskräften, Beamten und Freiwilligen sprechen. Darmanin sagte, die Einsatzkräfte würden von neun Flugzeugen und zwei Hubschraubern unterstützt.

Verheerende Waldbrände wüten zurzeit in Frankreich.

Verheerende Waldbrände wüten zurzeit in Frankreich.

Imago

Macron bittet europäische Länder um Hilfe

Deutschland und vier weitere europäische Länder unterstützen Frankreich im Kampf gegen mehrere massive Waldbrände. Neben Deutschland hätten auch Griechenland, Polen, Rumänien und Österreich ihre Hilfe zugesagt, erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag auf Twitter und lobte die «europäische Solidarität». Unter anderem sollen mehrere Feuerwehren aus dem Rheinland am Donnerstagabend im Grossraum Bordeaux eintreffen, wie die Feuerwehr Bonn mitteilte. Die EU-Kommission hat über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus vier Feuerwehrflugzeuge nach Frankreich entsandt, die bislang in Griechenland und Spanien stationiert waren, wie die Brüsseler Behörde am Donnerstag mitteilte. Ausserdem seien Feuerwehrteams aus Deutschland, Polen, Österreich und Rumänien auf dem Weg nach Frankreich, um die französischen Kräfte zu unterstützen. «Unsere Partner helfen Frankreich», bedankte sich Präsident Emmanuel Macron. «Die europäische Solidarität funktioniert.» (dpa)

04:38

Waldbrände in Kroatien und Montenegro

Auf dem Balkan toben wegen der anhaltenden Trockenheit Waldbrände. Wie Bilder und Videos von News-Scouts zeigen, ist in Kroatien vor allem die Region Dalmatien betroffen. In der Nähe von Šibenik brennt ein Waldstück, die Flammen sind meterhoch und noch in grosser Ferne zu sehen.

Waldbrände in der Küstenregion Dalmatien in Kroatien.

Waldbrände in der Küstenregion Dalmatien in Kroatien.

20min/News-Scout

Auch in Montenegro wütet ein Feuerinferno. Wie das Video eines News-Scouts zeigt, ist am Mittwoch ein Feuer in einem Gebiet oberhalb der montenegrinischen Küstenstadt Šušanj ausgebrochen. «Ich war am Strand und schmeckte den Rauch. Plötzlich sah ich, dass viele Menschen aus dem Meer kamen und den Waldbrand filmten.»

Mittwoch, 10.08.2022
06:40

Heftige Regengüsse sorgen für Verwüstung in italienischem Städtchen

Schwere Stürme und Starkregen verwandelten das italienische Dörfchen Monteforte Irpino in der Gegend Avellino in eine weltuntergangsähnliche Szenerie. Auf einem Video auf Twitter ist zu sehen, wie eine Schlamm- und Gerölllawine mehrere Autos durch eine Gasse fegt und alles mitreisst, was sich ihr in den Weg stellt.

Der Bürgermeister empfahl, das Haus nicht zu verlassen, wenn es nicht unbedingt erforderlich sei. Zurzeit gibt es noch keine Informationen über verletzte oder vermisste Personen. Die Intensität des Regens hat in der Zwischenzeit abgenommen. (fos)

Dienstag, 09.08.2022
05:25

Heisser Start in die Woche

Nachdem am Montag vereinzelt in der Schweiz die 30-Grad-Marke geknackt wurde, geht es am Dienstag wettertechnisch ähnlich zu und her. Wie MeteoNews schreibt, gibt es erneut viel Sonnenschein, im Flachland meist sogar ohne Wolken am Himmel. Nachdem die Temperaturen am Morgen noch angenehm kühl sind, steigt das Thermometer im Verlaufe des Tages auf 28 und vereinzelt sogar auf 30 Grad.

Im Süden und im Westen der Schweiz kann sogar mit einem Hitzetag gerechnet werden. Das Tessin erwarten Temperaturen um die 32 Grad, ebenso im Wallis. In der Westschweiz, hauptsächlich in Genf und Lausanne, soll es 31 Grad warm werden. (fos)

Sonntag, 07.08.2022
10:45

Schleierwolken bedecken die Schweiz

Ausgedehnter Hochnebel bedeckt am Sonntag die Schweiz. Oberhalb von 2200 Metern gibt es hingegen viel Sonnenschein, wie «MeteoNews» berichtet.

In vielen Regionen bleibt die Waldbrandgefahr gross oder sogar sehr gross. Daran haben auch die Gewitter von gestern nichts geändert. Da es in den kommenden Tagen abgesehen von lokalen Schauern oder Gewittern in den Bergen oft trocken bleibt, wird sich die Trockenheit sogar noch weiter verschärfen, schreibt «MeteoNews».

Samstag, 06.08.2022
04:28

Starkregen, Hagel und Sturmböen

Die starken Gewitter vom Freitagabend haben Hagel, Starkregen und Sturmböen gebracht. Am heftigsten geblasen hats laut SRF Meteo in Biasca TI mit 81 km/h und in Altenrhein SG mit 80 km/h. Am heftigsten geregnet hats in Château-d'Oex VD.

01:08

15'000 Blitze

SRF Meteo hat am Freitagabend rund 15'000 Blitze gezählt. Am meisten blitzte es im Kanton Zürich, nämlich rund 4400 Mal, rund 2400 Mal im Thurgau, im Kanton Bern und in Graubünden je rund 2000 Mal.

Freitag, 05.08.2022
20:33

Mächtige Linde von Sturmböen gefällt

Eine heftige Sturmböe hat laut einem News-Scout die über 100-Jährige Linde in Bachenbülach ZH gefällt. Die Feuerwehr stehe noch im Einsatz. Beim Sturz des Baumes habe sich niemand verletzt, aber Autos seien beschädigt worden. (pco)

20min/News-Scout

19:49

Gewitter fegt Marktstände weg

Ein kräftiger Sturm mit Starkregen und Gewitter legte heute um 20.45 Uhr in Altnau TG die Marktstände für den Dorfmarkt vom Samstag auf dem Raiffeisenplatz flach. Helferinnen und Helfer sind im Einsatz damit der Markt am Samstag von 9 - 13 Uhr stattfinden kann. (pco)

19:41

Heftige Regengüsse und Winde suchen Ermatingen heim

Wassermassen haben auch das thurgauische Ermatingen heimgesucht. Sie überschwemmten Strassen und einen Zeltplatz.

17:54

Sturmböen zerstören Scheune in Spreitenbach

Wie ein News-Scout berichtet, ist in Spreitenbach AG eine Scheune zusammengebrochen. Der News-Scout vermutet einen Zusammenhang mit den Unwettern. «Es hat heftig gehagelt und gewindet, und auf der Durchfahrt haben wir die zerstörte Scheune entdeckt», so der News-Scout.

Die Kantonspolizei bestätigt auf Anfrage von 20 Minuten, dass die Scheune wohl aufgrund der starken Böen zusammengebrochen ist. Polizei und Feuerwehr seien vor Ort gewesen. Für das Gebiet war herrschte zum Zeitpunkt eine Sturmwarnung der Stufe 4. Verletzte gab es keine.

Gemäss der Leserin befindet sich die Scheune in der Nähe der Schrebergärten in Spreitenbach, im Hintergrund der eingesandten Bilder ist das Ikea-Gebäude erkennbar. (bre)

20min/News-Scout
17:50

Hagel richtet Flurschäden an

Ein News-Scout musss gerade zusehen, wie Hagel und Regen ihren Garten in Mitleidenschaft ziehen. Der Hagel zerdrückt die Pflanzen, der Regen flutet Teile des Gartens.

17:36

Hagel in Regensdorf ZH

«Bin gerade vor dem Hagel in eine Tiefgarage geflohen»: Eine Leserin meldet heftigen Hagelschlag in Regensdorf. Es fühle sich gerade an, als ginge die Welt unter, sagt sie.

In Schlieren ZH soll ein Baum umgeknickt sein.

17:16

Gewitterfront

Die Gewitterfront zieht von Westen her über die Schweiz. Aus Wohlen AG meldete eine Leserin Hagel, auch aus Regensdorf ZH erreichten die Redaktion Hagelbilder. Wie dem Niederschlagsradar von MeteoNews zu entnehmen ist, zieht eine Gewitterzelle knapp nördlich an der Stadt Zürich vorbei. Weitere starke Zellen sind in der Westschweiz, im Bernbiet und in der Zentralschweiz zu sehen.

Ein News-Scout muss zuschauen wie der Hagel Pflanzen in ihrem Garten zerschlägt und Teile davon überschwemmt.

MeteoNews

Hagel in Wohlen AG.

13:51

Meteorologe erwartet unberechenbaren Gewittertag

Heute Abend und Nacht werden Gewitter über die Schweiz ziehen. Erste Ausbrüche haben bereits das Wallis und Nordtessin erfasst. Auch im Berner Oberland brachen die Wolken. Die Regionen Berner Oberland, Thunersee und Meiringen sind besonders oft von Gewittern betroffen. Das liege an der Topographie, so Roger Perret von Meteonews. «Dort gewittert es besonders häufig bei der für den Sommer typischen Südwest-Wetterlage». Diese sei aber heute nicht so ausgeprägt, darum könnte es die genannten Regionen etwas milder treffen als sonst.

Wo genau die Gewitter heute bis in die Nacht ausbrechen, sei schwierig vorherzusagen, so Perret. «Gut möglich, dass das Flachland weitgehend vom Gröbsten verschont wird», so der Meteorologe. Insgesamt sei der heutige Tag eher unberechenbar. «Möglich, dass heute die heftigen Niederschläge hauptsächlich die Berggebiete treffen werden.»

13:24

Erste Gewitter im Süden

Im Wallis, Berner Oberland und Tessin seien erste, zum Teil kräftige Gewitter unterwegs, wie Meteonews Schweiz schreibt. Die Gewitterzellen würden weiter nach Nordosten ziehen und lokal werde auch Hagel erwartet.

Besonders in den Tessiner Alpen würden die Gewitter nur langsam vorüberziehen, wie Kachelmannwetter.com auf Twitter postet. Daher bestehe die Gefahr von Überflutungen. (smk)

08:49

Tote Fische im Rhein gesichtet

Der Rhein ist stellenweise über 27 Grad warm. Was Badende freuen kann, setzt den Fischen im Fluss stark zu, wie das Departement des Innern des Kantons Schaffhausen in einer Medienmitteilung schreibt. Besonders Äschen und Forellen, die kühleres Wasser brauchen, seien in Gefahr.

Der Kanton habe ein Notfallkonzept erarbeitet und Kaltwasserbecken an Bachmündungen erstellt, in die sich die Fische gerne zurückziehen. Trotzdem seien nun aber tote Fische gesichtet worden. Diese werden von Fischern eingesammelt und entsorgt und die Bevölkerung wird gebeten, die Fische nicht selbst herauszunehmen.

Im Rhein zu baden sei noch immer möglich und die toten Fische beeinflussen die Wasserqualität nicht, versichert das Departement des Innern. Man soll danach aber duschen oder sich gut abtrocknen. (smk)

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