WM-Qualifikation: Schweizer Handballer erleiden Rückschlag
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WM-QualifikationSchweizer Handballer erleiden Rückschlag

Die Schweizer Nationalteam verpasst die vorzeitige Qualifikation für die WM-Playoffs. Es unterliegt in St. Gallen Bosnien-Herzegowina.

von
fal
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In die Zange genommen: Luka Maros (M.) findet die Lücke bei der gegnerischen Abwehr nicht. (10. Januar 2018)

In die Zange genommen: Luka Maros (M.) findet die Lücke bei der gegnerischen Abwehr nicht. (10. Januar 2018)

Keystone/Gian Ehrenzeller
Chance verpasst: Der Schweizer Coach Michael Suter wirkt nach der 21:24-Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina geschockt.

Chance verpasst: Der Schweizer Coach Michael Suter wirkt nach der 21:24-Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina geschockt.

Keystone/Gian Ehrenzeller
In der zweiten Halbzeit finden Lukas von Deschwanden (M.) und seine Teamkollegen den Rhythmus übernaupt nicht mehr. Mit einem Zwischenspurt machen die Gäste alles klar.

In der zweiten Halbzeit finden Lukas von Deschwanden (M.) und seine Teamkollegen den Rhythmus übernaupt nicht mehr. Mit einem Zwischenspurt machen die Gäste alles klar.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Nach zwei Siegen gegen Estland gab es für die Schweizer Handballer einen erheblichen Rückschlag. In St. Gallen verlor die SHV-Auswahl gegen Bosnien-Herzegowina mit 21:24. Angesichts des gut bestückten Herausforderers, der auf diverse in europäischen Spitzenligen engagierte Professionals zurückgreifen kann und am kommenden Samstag in Tuzla vor einer grossen Kulisse antreten wird, ist nicht mehr zwingend mit dem erstmaligen WM-Playoff-Vorstoss seit 2010 zu rechnen.

Nach sportlichem Ermessen werden die Schweizer das 12. WM-Turnier in Folge verpassen. Die nach der Doublette gegen Estland aufgeflammte Euphorie hat sich bereits wieder etwas verflüchtigt. «Wir müssen nun in einem Hexenkessel spielen, das wird schwierig», erklärte Leistungssportchef Ingo Meckes und vermutete, dass einige der Schweizer Akteure bereits in der ausverkauften Kreuzbleiche-Halle von der Ambiance der bosnischen Anhänger «etwas überfordert gewesen sind».

Totalausfall von 16 Minuten

Nach einer guten ersten Hälfte leistete sich die Equipe von Coach Michael Suter in der entscheidenden Phase einen 16-minütigen Totalausfall. In jener Baisse verspielten die Einheimischen jeglichen Schwung und eine 18:16-Führung. Nach zehn Fehlern in Serie resultierte der bosnische Umschwung, der nicht mehr zu korrigieren war.

Die dritte Niederlage im dritten Wettbewerbsspiel gegen die Equipe vom Balkan wäre vermeidbar gewesen. Lange deutete nichts auf einen derart kolossalen Einbruch hin. In der Defensive hielten die SHV-Talente dem Druck des international erprobten Widersachers stand, und im Angriff spielte Regisseur Lukas von Deschwanden zunächst einen guten Part.

Showdown am Samstag

Nun kommt es am Samstag in Bosnien-Herzegowina zum grossen Showdown im Kampf um die WM-Playoffs. Allerdings benötigt die Schweiz im Rückspiel in Tuzla nun einen Sieg.

Schweiz - Bosnien-Herzegowina 21:24 (12:12) St. Gallen. - 2561 Zuschauer (ausverkauft). - SR Leandersson/Lindroos (FIN). - Torfolge: 0:2, 1:3, 2:3, 2:4, 5:4, 6:5, 6:7, 8:7, 8:8, 11:8, 11:9, 12:9, 12:12; 13:12, 14:13, 15:14, 17:15, 17:16, 18:16 (41.), 18:21, 19:21 (57.), 19:22, 20:22, 20:23, 20:24, 21:24. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Bosnien-Herzegowina. Schweiz: Portner; Meister (6), Rubin (2), Lier (3), Delhees, Von Deschwanden (5/1), Röthlisberger, Küttel (4), Maros (1), Huwyler, Geisser, Gerbl, Blättler, Dähler. Bosnien-Herzegowina: Buric; Ovcina (1), Mandic, Tarabochia (5/2), Panic (2), Terzic (2), Vranjes (2), Malinovic, Nuic (1), Predragovic (2), Vegar (6), Toromanovic (2), Peric, Vrazalic (1). Bemerkungen: Schweiz ohne Raemy, Sidorowicz, Vernier, Markovic, Tynowski (alle verletzt), Schmid (dispensiert). Timeouts: Schweiz (27./12:10, 49./18:19, 56./18:21.), Bosnien-Herzegowina (22./10:8, 55./18:20, 59./20:23). Buric hält Penalty von Von Deschwanden (35./14:14). Portner hält Penalty von Terzic (41./17:16).

WM-Qualifikation. Gruppe 6. Mittwoch: Schweiz - Bosnien-Herzegowina 21:24 (12:12); in St. Gallen. - Rangliste: 1. Bosnien-Herzegowina 3/4 (80:74). 2. Schweiz 3/4 (86:67). 3. Estland 4/2 (96:121). - Weiteres Programm. - Samstag, 13. Januar, 20.00 Uhr: Bosnien-Herzegowina - Schweiz (in Tuzla). – Modus: Der Gruppensieger erreicht das Playoff im Juni. (fal/sda)

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