Flucht aus der Ukraine – Schweizer Haushalte bieten 31’000 Betten an – nun soll auch die Hotellerie helfen

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Flucht aus der UkraineSchweizer Haushalte bieten 31’000 Betten an – nun soll auch die Hotellerie helfen

Seit Beginn der russischen Invasion der Ukraine koordiniert der Verein Campax in der Schweiz Hilfe für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer. Die Solidarität in der Bevölkerung ist gross – bereits knapp 13’000 Haushalte haben Unterstützung angeboten.

von
Benedikt Hollenstein
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Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer fliehen derzeit vor den russischen Invasoren.

Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer fliehen derzeit vor den russischen Invasoren.

REUTERS
Insgesamt wird ihre Zahl auf über eine Million geschätzt und dürfte weiter ansteigen.

Insgesamt wird ihre Zahl auf über eine Million geschätzt und dürfte weiter ansteigen.

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Auch in der Schweiz ist die Solidarität gross, im Bild die ukrainische Botschaft in Bern.

Auch in der Schweiz ist die Solidarität gross, im Bild die ukrainische Botschaft in Bern.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

  • Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer flüchten derzeit vor dem Krieg.

  • Die Solidarität in Europa ist gross, auch in der Schweiz wollen Tausende Haushalte Geflüchtete aufnehmen.

  • Nun ruft die Organisation Campax auch das Gastgewerbe dazu auf, sich für die Hilfsaktion zu registrieren.

Nach der russischen Invasion in der Ukraine ist die Solidarität mit Flüchtenden, die durch die Kämpfe im ganzen Land vertrieben werden, gross. Nach derzeitigen Schätzungen dürften sich über eine Million Ukrainerinnen und Ukrainer auf der Flucht in Richtung Westeuropa befinden, alleine in Deutschland sind Stand Samstag über 27’500 Kriegsvertriebene registriert worden. Auch in der Schweiz bereitet sich die Regierung, aber auch viele private Haushalte auf die Aufnahme von Geflüchteten vor.

Schon 12’000 Haushalte wollen helfen

Die Organisation Campax, die die Unterbringung von Geflüchteten bei Privatpersonen koordiniert, teilte am Samstag mit, dass bereits über 12’500 Haushalte insgesamt 31’214 Betten für vertriebene Personen bereitgestellt hätten. «Die direkten Nachbarländer der Ukraine haben uns gezeigt, wie das geht, und nehmen viele der Flüchtenden unbürokratisch auf. Allein Polen hat bis Sonntagnachmittag über 200’000 Menschen Schutz gewährt», so Campax-Geschäftsführer Andreas Freimüller. 

Personen, die helfen möchten, können sich online in einer Liste eintragen und angeben, wie viele Menschen sie beherbergen können. 

Da gemäss Campax alle verfügbaren Ressourcen für die Unterbringung geflüchteter Personen benötigt würden, ruft die Organisation nun auch Hotels, Jugendherbergen und Lagerhäuser dazu auf, sich für die Aufnahme geflüchteter Personen zu registrieren. Möglichst schnelle Einträge würden die Koordinierung der Unterkünfte ermöglichen, ausserdem entstehe durch die Registrierung noch keine Verpflichtung zur Aufnahme.

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