Aktualisiert 18.05.2005 17:33

«Die Vogelpredigt»

Schweizer Heimatschutztheater

Quo vadis CH-Film? Clemens Klopfenstein sucht und findet irrwitzige Antworten.

Polo (Hofer) und Max (Rüdlinger) sind altgediente Schweizer Schauspieler, die auch einmal in Saus und Braus leben wollen. Warum nur ist hierzulande nicht möglich, was in Hollywood im Falle von Superstars die Regel ist, also hohe Gagen, durchschlagender Erfolg und Starrummel pur?

Die Antwort: Weil Schweizer Filme nicht Mainstream-tauglich sind, sondern vielmehr ein Problemfilm-Schattendasein fristen. Schweizer Heimatschutztheater eben. Dies beginnt bei der selektiven Filmförderung und erstreckt sich bis hin zur Kinoauswertung.

Polo und Max sind unterwegs zu Clemens (Klopfenstein), um ihn von ihrer Filmidee zu überzeugen: ein bombastisches Sex-and-Crime- Feuerwerk mit Schauplatz Afrika. Doch der Regisseur ist zum Einsiedler geworden, der im italienische Umbrien lebt.

«Die Vogelpredigt» rechnet schonungslos offen mit der einheimischen Film- und Kulturszene ab. Endlich spricht mal jemand aus, was Schweizer Filmemacher, Produzenten, Kritiker und Kinofans oft genug nur zu denken wagen.

Mohan Mani

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