Aktualisiert 28.02.2012 15:19

Entwicklungsländer

Schweizer Hilfe nur gegen Rohstoffe

Keine Entwicklungshilfe ohne Gegengeschäft, fordert der Schweizerische Gewerbeverband in seiner neuen Rohstoffstrategie.

Bau von Zisternen für die Wasserversorgung nur noch gegen Zugang zu Rohstoffen?

Bau von Zisternen für die Wasserversorgung nur noch gegen Zugang zu Rohstoffen?

Die Schweiz soll künftig nur noch Entwicklungshilfe an Staaten leisten, die der Schweiz im Gegenzug privilegierten Zugang zu ihren Rohstoffen gewähren. Diese Forderung stellt der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) in seiner neu ausgearbeiteten Rohstoffstrategie an die Schweizer Politik.

So soll zum Beispiel die Durchführung neuer Entwicklungsprojekte gezielt an eine solche Zugangsbedingung geknüpft werden, wie der sgv am Dienstag in einer Mitteilung schreibt. Insbesondere in den bereits bestehenden Schwerpunktregionen der Schweizer Entwicklungshilfe - Osteuropa und Afrika - soll dieses Vorgehen zur Anwendung kommen.

Versorgungssicherheit für die Schweiz

Die Rechtfertigung dafür sieht der SGV in der Versorgungssicherheit für die Schweiz. Ein allfälliger Mangel an Rohstoffen würde Schweizer Industrie und Gewerbe hart treffen. Deshalb sei die Schweiz auf eine sichere und preislich vernünftige Versorgung mit Rohstoffen angewiesen.

Um diese Rohstoffversorgung zu gewährleisten und die Schweizer Interessen diesbezüglich zu fördern, soll die Entwicklungspolitik in Zukunft zudem besser mit der Wirtschafts-, Aussen- und Sicherheitspolitik der Schweiz koordiniert werden, fordert der SGV.

(sda)

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