Basel: Schweizer Hochseeflotte: Der Kapitän sitzt in Basel
Aktualisiert

BaselSchweizer Hochseeflotte: Der Kapitän sitzt in Basel

Piraten machen derzeit die internationale Seefahrt nervös – auch die Verantwortlichen der Schweizer Hochseeflotte, die von Basel aus betreut wird.

von
Jonas Hoskyn

Verantwortlich für die 36 Hochseeschiffe, die unter Schweizer Flagge fahren, ist Reto Dürler vom Schweizerischen Seeschifffahrtsamt (SSA). «Die Entwicklung in Sachen Piraterie macht uns grosse Sorgen», sagt Dürler. Jüngstes Beispiel ist die ­blutige Befreiung des amerikanischen Kapitäns Richard Phillips, der vier Tage lang in der Hand somalischer ­Piraten war.

Schweizer Schiffe sind im Moment zwar keine im Krisengebiet – laut Dürler liegt keine Meldung über ­eine Durchfahrt vor. ­Ihren Schutz müssen sich die Schiffe aber meist selbst vor Ort organisieren. «Momentan sind unsere Möglichkeiten, direkt zu handeln, noch relativ beschränkt», so Dürler. Zudem lehnen vier der sechs Schweizer Reeder einen Soldateneinsatz auf Schweizer Schiffen nach wie vor ab.

Das SSA hat seinen Sitz gleich neben dem Bahnhof SBB. Jedes der Hochseeschiffe, das unter Schweizer Flagge fährt, hat seine Erlaubnis von hier. Dazu kommen noch rund 1750 Hochseejachten. Sieben Leute überwachen hier die Schweizer Flotte. «Für Notfälle müssen wir 24 Stunden erreichbar sein», so Dürler.

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