Aktualisiert 31.10.2011 09:59

Keine Besserung in SichtSchweizer Hotel-Betten bleiben kalt

Der starke Franken ist schuld daran, dass die Schweizer Hotels 2011 bislang schlecht ausgelastet waren. Von Juni bis August ist die Zahl der Übernachtungen um fast 3 Prozent eingebrochen. Und die Prognosen bleiben frostig.

Da kann man noch lange suchen: Die Gäste bleiben den Schweizer Hotelbetten fern.

Da kann man noch lange suchen: Die Gäste bleiben den Schweizer Hotelbetten fern.

Den Schweizer Hoteliers bläst ein kalter Wind entgegen: Schweiz Tourismus, die Dachorganisation der Branche, rechnet mit einem frostigen Konsumklima im Winter 2011/2012. Schon im Sommer blieben als Folge der Frankenstärke viele Hotelbetten leer.

Von Januar bis August 2011 seien im Vergleich zum Vorjahr 1,7 Prozent weniger Hotelübernachtungen verzeichnet worden, schreibt Schweiz Tourismus in einem Communiqué vom Montag. Während die Zahl an Schweizer Gästen gleich blieb, reisten vor allem weniger ausländische Touristen an (-2,8 Prozent).

Keine Gäste aus dem Euroraum und Grossbritannien

Besonders schlecht lief das Geschäft von Juni bis August 2011: Die Logiernächte brachen um 2,7 Prozent ein. Vor allem Gäste aus dem Vereinigten Königreich (-10,3 Prozent) und aus dem Euroraum blieben weg (-9,1 Prozent). Für Gäste aus dieser Region wurde die Schweiz besonders teurer.

Aufgebessert wurde das Minus durch rund einen Viertel mehr Gäste aus Brasilien, Russland, Indien und China. Vor allem chinesische Touristen hielten die Hotelbetten warm ( 52,7 Prozent).

Unter dem starken Franken litten gemäss Schweiz Tourismus mehrheitlich die Bergregionen. Über das erste halbe Jahr gesehen fehlten die Gäste insbesondere in Graubünden (-6,9 Prozent) und dem Wallis (-4,7 Prozent). In städtischen Regionen wie Zürich (4,1 Prozent) oder Bern ( 2,9 Prozent) klingelten die Kassen dagegen dank Geschäftsreisenden. (sda)

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