Aktualisiert 10.03.2020 15:44

Ex-Pegida-Aktivist

Schweizer Ignaz Bearth in der Türkei verhaftet

Die Flüchtlingskrise an der EU-Aussengrenze spitzt sich zu. An vorderster Front mit dabei ist auch ein Schweizer Aktivist aus der rechten Szene.

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Ignaz Bearth soll laut dem «Blick» am Freitag in der Türkei verhaftet worden sein.

Ignaz Bearth soll laut dem «Blick» am Freitag in der Türkei verhaftet worden sein.

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Erst letzte Woche soll sich der 36-Jährige nach Edirne aufgemacht haben, um auf seinem Youtube-Kanal über die Flüchtlingskrise zu berichten.

Erst letzte Woche soll sich der 36-Jährige nach Edirne aufgemacht haben, um auf seinem Youtube-Kanal über die Flüchtlingskrise zu berichten.

Grund für die Verhaftung sei eine Beleidigung gewesen sein, schreibt der«Blick».

Grund für die Verhaftung sei eine Beleidigung gewesen sein, schreibt der«Blick».

Rubra

In der westtürkischen Provinz Edirne stecken Tausende Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa fest. Wie «Blick» berichtet, ist auch der Schweizer und Ex-Pegida-Aktivist Ignaz Bearth vor Ort. Der 36-Jährige soll sich letzte Woche nach Edirne aufgemacht haben, um auf seinem Youtube-Kanal über die Flüchtlingskrise zu berichten. So heisst es in einer Video-Botschaft: «Ich habe mir mal erste Eindrücke gemacht, mir die Leute mal angekuckt.»

Nun soll Bearth am Freitag in der Türkei verhaftet worden sein. Laut seiner Lebensgefährtin hätten ihn mehrere Polizisten, als er gerade beim Essen mit einem Kollegen war, festgenommen und sein Handy beschlagnahmt. Aus dem Gefängnis durfte er einen Anruf machen. «Schatz, ich bin von der Polizei in der Türkei verhaftet worden», soll Bearth am Telefon zu seiner Partnerin gesagt haben.

Erdogan verbal attackiert

Sie habe aber keinen Kontakt zu ihm. Auch wisse sie nicht, wo er zurzeit festgehalten wird. «Ich weiss nur, dass sein letzter Aufenthaltsort Edirne war», so die Frau. Grund für die Verhaftung soll eine Beleidigung gewesen sein, schreibt der«Blick». Dabei soll Bearth Erdogan verbal attackiert und sich kritisch über ihn geäussert haben.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte die Inhaftierung von Bearth noch nicht. Laut einem Sprecher seien «die Abklärungen im Gange». (20 Minuten)

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