Schweizer Industrie startet durch - Arbeiter profitieren
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Schweizer Industrie startet durch - Arbeiter profitieren

Die Schweizer Industrie hat einen so starken Jahresstart hingelegt wie seit sechs Jahren nicht mehr. Und die Auftragsbücher füllen sich weiter.

Die Schweizer Industrie erhöhte ihre Produktion im ersten Quartal 2006 (ohne Baugewerbe) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Ein höherer Wert war letztmals im ersten Quartal des Jahres 2000 ausgewiesen worden. Davon profitieren auch die Beschäftigten.

Gebrauchsgüter boomen

Am meisten produziert wurden Gebrauchs- und Investitionsgüter. Der Bergbau und Fahrzeugbau sowie die Elektro- und feinmechanische Industrie wiesen die höchsten Zuwachsraten aus. Nur die Energie-und Wasserversorgung sowie das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe mussten leichte Rückgänge hinnehmen.

Bestätigt werde die positive Konjunkturlage vom Beschäftigungsbarometer des BFS, hiess es weiter. Es zeige für den Arbeitsmarkt der Schweizer Industrie weiterhin einen positiven Trend.

Exporte treiben Umsätze

Die Umsätze im zweiten Sektor stiegen mit 10,7 Prozent ebenfalls kräftig an. Zugpferd waren hier die Exporte. Sämtliche Branchen konnten ihre Umsätze ausweiten.

Das beste Ergebnis erzielte im Zuge der hohen Ölpreise die Branche «Kokerei (Erzeugung des Brennstoffs Koks aus Kohle) und Mineralölverarbeitung». Nur geringe Zunahmen erzielen konnte auch hier das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe sowie die Nahrung- und Genussmittelindustrie.

Gute Aussichten

Für den weiteren Geschäftsverlauf sieht es ebenfalls gut aus. Die Auftragseingänge liegen um satte 15,5 Prozent über dem Vorjahr. Die Unternehmen konnten sich dabei auf eine starke Nachfrage aus dem Ausland abstützen.

(sda)

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