Aufschwung: Schweizer Industrie wächst wieder
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AufschwungSchweizer Industrie wächst wieder

Für die Schweizer Industrie hat das Jahr gut begonnen. Nach fünf Quartalen mit teils massiven Einbussen stiegen Produktion und Umsatz von Januar bis März deutlich.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Produktion um 5,3 Prozent und der Umsatz um 3,1 Prozent. Die Produktion von Verbrauchsgütern wie beispielsweise Nahrungsmittel oder Textilwaren zog besonders stark an (+9,3 Prozent).

Im Branchenvergleich erarbeitete die Chemische Industrie mit 16,1 Prozent das deutlichste Produktions-Plus, gefolgt von der Gummi- und Kunststoffverarbeitung (+10,6 Prozent), dem Bergbau (+10,2 Prozent) und der Metallindustrie (+8,0 Prozent), wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte.

Die Lederverarbeitende Industrie (-12 Prozent) und die Textilindustrie (-10,8 Prozent) verzeichneten weiterhin grosse Rückgänge.

Beim Umsatz wuchs der Bergbau mit einem Plus von 5,8 Prozent am stärksten. Ihm folgen die Gummi- und Kunststoffverarbeitung (+9,1 Prozent) und die Metallindustrie (+9,0 Prozent). Das grösste Minus verzeichnete auch hier die Lederverarbeitende Industrie (-8,8 Prozent).

Deutlich mehr Aufträge

Den Industrieunternehmen wurden auch wieder deutlich mehr Aufträge erteilt. Die Zahl der Bestellungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,1 Prozent. Im Quartalsvergleich nahm sie leicht um 0,6 Prozent ab.

Dabei vermehrten sich besonders die Aufträge aus dem Ausland. Diese Zahl schwoll im Vergleich zum Vorjahresquartal gar um 25,4 Prozent an, während sie im Vergleich zum Vorquartal um 8,4 Prozent zunahmen. Gebrauchsgüter wie beispielsweise Möbel sowie Investitionsgüter waren am meisten gefragt.

Im Branchenvergleich legten die Auftragseingänge vor allem beim Maschinenbau (+45,2 Prozent), bei der Elektro- und der feinmechanischen Industrie (+33,0 Prozent), bei der Metallindustrie (+24,1 Prozent) sowie bei der Gummi- und Kunststoffverarbeitung (+23,5 Prozent) zu. In der Lederverarbeitenden Industrie sackte die Zahl der Auftragseingänge um 23 Prozent ab.

Mehr verkauft

Die Unternehmen reduzierten ihre Auftragsbestände im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,9 Prozent. Vor allem die Textilindustrie (- 27,2 Prozent), die Lederverarbeitende Industrie (-16,3 Prozent) und das Papier-, Verlags- und Druckgewerbe (-10,5 Prozent) bauten ihre Aufträgsbestände ab.

Die Fertigwarenlager schrumpften bei allen Branchen, die Lager führen. Insgesamt beträgt der Rückgang 6,6 Prozent. Am stärksten bauten die Textilindustrie (-21,4 Prozent), der Maschinenbau (-15,2 Prozent) und die Nahrungs- und Genussmittelindustrie (-10,9 Prozent) ihre Bestände ab. (sda)

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