Aktualisiert 18.09.2019 06:37

Schwiizchiste und Unigag

Schweizer Insta-Stars machen Fake-Latin-Song

Nach ihrem Ausflug ins Gangsta-Rap-Business legen Robin von Schwiizchiste und Ramin und Julian von Unigag nach – mit einem Latin-Track. Inklusive Videodreh auf Mykonos.

von
kfi
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Viel corazón und playa: Ramin Yousofzai, Robin Pickis und Julian Graf (von links) haben einen neuen Song am Start. Nach dem Rap-Track versuchen sie sich jetzt als Latin-Sänger.

Viel corazón und playa: Ramin Yousofzai, Robin Pickis und Julian Graf (von links) haben einen neuen Song am Start. Nach dem Rap-Track versuchen sie sich jetzt als Latin-Sänger.

Screenshot Youtube
Gedreht wurde auf Mykonos. Dabei bedienen sie sich sämtlicher Klischees, die es für einen Sommerhit braucht.

Gedreht wurde auf Mykonos. Dabei bedienen sie sich sämtlicher Klischees, die es für einen Sommerhit braucht.

Screenshot Youtube
Ein Sandstrand darf genauso wenig fehlen wie ein schickes Boot.

Ein Sandstrand darf genauso wenig fehlen wie ein schickes Boot.

Screenshot Youtube

Wie bastelt man sich den perfekten Sommerhit? Schnulzige Latin-Rhythmen gehören dazu, drei theatralisch gestikulierende Typen in Leinenhosen und luftigen Hemden.

Dazu – natürlich – sonniges Wetter, ein kitschiger Sonnenuntergang, ein weisser Sandstrand. Und eine schicke Luxusjacht, um das Ganze auf die Spitze zu treiben.

Ein Sommersong zum Herbstanfang

Im Video ihrem neuen Song lassen die Schweizer Social-Media-Stars Robin Pickis (25), Julian Graf (27) und Ramin Yousofzai (27) so gar kein Klischee aus. Entsprechend auch der Name des Tracks: «Playa Playa» titeln die drei Instagrammer von Schwiizchiste und Unigag – zusammen 341'000 Follower schwer – ihren Latin-Ohrwurm, den sie am Dienstagabend herausgebracht haben.

Mitten im Altweibersommer, um den «Sommer nochmals schön ausklingen zu lassen», wie Schwiizchiste-Macher Robin im Gespräch mit 20 Minuten sagt.

Voilà: der Clip zu «Playa Playa». (Quelle: Youtube/Schwiizchiste)

Es ist bereits der zweite Track der Comedy-Combo: Im Mai versuchten sich die drei als nicht ganz ernst gemeinte Gangsta-Rapper I don't Kero und Sombrero. Mit so grossem Erfolg, dass bald klar war, dass ein Nachfolger her muss.

Das Musikvideo erzählt von drei Jungs, die in einem Boot auf dem Greifensee von einem eigenen Sommerhit träumen. «Aber dänn müemer au s Video hueregeil mache», sind sie sich einig.

Für die Dreharbeiten jetteten sie deshalb auf die griechische It-Insel Mykonos. Dort angekommen, musste aber erst einmal das passende Outfit her. «Noch am Ankunftsabend machten wir uns auf die Suche nach weissen Leinenhosen», erzählt Robin.

Bald stellte sich heraus, dass das eine kostspielige Angelegenheit werden dürfte. Kurz vor Ladenschluss – um 2 Uhr morgens! – war klar, dass keine unter 60 Euro aufzutreiben waren.

Playa, corazón, disfrutar, chica, mamacita, señorita: Die gängigsten spanischen Wörter sind im Songtext vorhanden. Diese wurden dann aber scheinbar willkürlich zusammengesetzt. «Nei aber Jungs. Mir chönd doch nöd eifach so spanischi Wörter anenandreihe», sagt Robin denn auch im Clip. Worauf Julian entgegnet: «Scheissegal, Hauptsach, es tönt geil!»

Und das tönt am Ende dann beispielsweise so: «Me quieres la misma noche, uno, dos, tres, mami, hay fiesta y luna, y soy tu papi.» Claro, oder?

Beat und Text stammen von Schwiizchiste-Robin. Für den Gesang holten sie dann einen Latino ins Boot – mit stilechtem Namen: Nacho aus Argentinien. Den liessen sie sogar noch einen Schweizerdeutschen Part singen. Wieso? Wieso auch nicht. Denn Hauptsache, es tönt geil.

Also so: «Ich ha mal träumt vo sonre chica, anre bus-estación. Es hät böööplet, mis chliine corazón.»

Auch wenn sich die Jungs mit dem Track ordentlich auf die Schippe nehmen, steckt richtig viel Arbeit dahinter. Mehr als hundert Stunden hat Robin Pickis bislang in Beat, Produktion und Video investiert.

Klar, verfolgt er nun grössere Ambitionen, als bloss mit einem musikalischen Gag wieder in der Versenkung zu verschwinden.

«Ich mache seit rund acht Jahren Musik und habe jetzt ein Gefäss gefunden, meine Passionen Musik und Comedy zu verbinden und unter die Leute zu bringen», so der Schwiizchiste-Gründer.

Und führt seine Vision aus: «Es wäre cool, künftig namhafte Schweizer Musiker für eine Zusammenarbeit gewinnen zu können.» An Ideen für weitere Tracks mangle es jedenfalls nicht.

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