Monster-Orkan Xaver: Schweizer ist auf Sylt gefangen
Aktualisiert

Monster-Orkan XaverSchweizer ist auf Sylt gefangen

Raphael Hofer erlebt den wohl stärksten Sturm des Jahrzehnts über Deutschland hautnah. Der Schweizer hat sich in einem Hotel auf der norddeutschen Insel Sylt verbarrikadiert.

von
woz

Ausnahmezustand auf Sylt: Die norddeutsche Insel ist von der Aussenwelt komplett abgeschnitten. Sämtliche Verkehrsverbindungen zum Festland sind unterbrochen. «Die Strassen sind wie leergefegt», sagt die Bürgermeisterin der Grossgemeinde Sylt, Petra Reiber, zu Focus Online.

Auf der Insel befindet sich zurzeit auch der Schweizer Raphael Hofer. Er sitzt in einem Hotel fest. «Seit Mittag dürfen wir nicht mehr raus», sagt Hofer zu 20 Minuten. «Wir sind im Hotel eingebunkert.»

Windstärke 10 am Vormittag

Schon am Vormittag wurden auf der kleinen Insel Böen der Stärke 10 gemessen. «Am Strand ist der Wind mittlerweile so stark, dass man nicht mehr aufrecht gehen kann», sagt Reiber. «Der Sturm hat den Höhenpunkt hier wohl erreicht», so Hofer. Problematisch werde es voraussichtlich erst, wenn die Fluten kommen.

Entsprechend wurden in den letzten Tagen Schutzmassnahmen getroffen. «Die Menschen hier konnten sich gut auf den Sturm vorbereiten», sagt Hofer. «Sämtliche Bushäuschen wurden abmontiert, damit sie – anders als beim letzten Sturm – nicht weggefegt werden.» Eine Barrikade aus Metallplatten und Sandsäcken soll die Häuser vor den Fluten schützen.

«Massagen sind ausgebucht»

Trotz des schlimmsten Sturms des Jahrzehnts seien die Menschen recht entspannt. «Alle Massage-Termine sind ausgebucht», sagt Hofer. Schliesslich seien die Beschäftigungsmöglichkeiten auf einer von der Aussenwelt abgeschnittenen Insel begrenzt.

Wann er nach Hause zurückkehren kann, weiss Hofer noch nicht. «Wir hätten morgen einen Flug. Wir gehen aber davon aus, dass wir nicht fliegen können. Wir haben uns bereits auf längere Ferien eingestellt.»

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