Terror in Wien: Schweizer Jihadisten sind international vernetzt
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Terror in WienSchweizer Jihadisten sind international vernetzt

Die beiden Winterthurer, die im Zusammenhang mit der Terror-Attacke in Wien verhaftet wurden, haben sich laut einem Medienbericht nicht nur mit dem späteren Attentäter getroffen.

von
Yasmin Rosner
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Der Attentäter von Wien: Kujtim Fejzulai.

Der Attentäter von Wien: Kujtim Fejzulai.

via REUTERS
Vier Personen hat der 20-Jährige am 2. November erschossen. 

Vier Personen hat der 20-Jährige am 2. November erschossen.

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Zahlreiche Schüsse fielen in der Wiener Innenstadt. 

Zahlreiche Schüsse fielen in der Wiener Innenstadt.

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Darum gehts

  • Die beiden verhafteten Winterthurer haben wenige Monate vor der Attacke in Wien nicht nur den Attentäter besucht.

  • Einem Medienbericht zufolge waren bei dem Treffen auch andere Jihadisten aus dem Ausland dabei.

  • Der Rat der EU-Justizminister will das grenzübergreifende Terrornetzwerk bekämpfen.

Anfang November erschoss Kujtim Fejzulai in Wien vier Menschen. Im Laufe der Ermittlungen wurden in Winterthur zwei Männer im Alter von 18 und 24 Jahren verhaftet, die den Attentäter im Juli in Wien besucht hatten.

Wie dem Polizeibericht aus Wien zu entnehmen ist, reisten die beiden Winterthurer mit dem Auto nach Österreich und übernachteten bei Fejzulai. Bei dem Treffen sollen auch mutmassliche Jihadisten aus Deutschland dabei gewesen sein.

Wie die «NZZ am Sonntag» nun schreibt, trafen die beiden dabei auch mutmassliche Jihadisten aus dem Kosovo. Dies würde zeigen, wie die Winterthurer und andere hiesige Islamisten international vernetzt seien. Deutsche Jihadisten würden seit Jahren Beziehungen zu Personen in der Schweiz pflegen und seien auch öfters zu Besuch gewesen.

Laut der Zeitung seien beim Winterthurer Kern etwa ein Dutzend Männer dabei. «Darunter gibt es zwei bis drei führende Köpfe», wird eine gut informierte Person zitiert. Die beiden Verhafteten seien Mitläufer.

Bild zeigt die Verhaftung einer der beiden Winterthurer.

Der Rat der EU-Justizminister, zu dem auch Bundesrätin Karin Keller-Sutter gehört, will daher nun gemeinsam gegen das grenzüberschreitende Terrornetzwerk vorgehen. Dies kündigte der Rat Ende dieser Woche an.

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