Aktualisiert 10.06.2009 23:55

Panik in US-FliegerSchweizer kamen mit Schrecken davon

Wegen eines Brandes musste ein Flugzeug auf dem Weg nach Zürich in Halifax notlanden. Die dramatischen Szenen haben viele Passagiere völlig geschockt.

von
Deborah Rast

Ankunft 2 am Zürcher Flughafen gestern Nachmittag: Cindy Müller wartet mit Tränen in den Augen auf ­ihre Schwester Melanie. «Sie hat uns heute Morgen um 1.30 Uhr weinend angerufen», erzählt sie. Als Melanie Müller dann endlich durch die Zollkontrolle kommt, berichtet sie gleich vom Horror an Bord: «Die ganze Kabine war voll Rauch. Wir haben nur noch drei Meter weit gesehen», erzählt sie. Ausserdem habe es schrecklich ge­stunken. Viele Leute hätten geweint und geschrien. «Ich hatte schreckliche Angst und dachte, das wars jetzt», sagt Melanie.

Im Flug AA64 der American Airlines von New York nach Zürich sassen ins­gesamt 210 Passagiere, als in der Flugzeugtoilette ein Brand ausbrach. Der Flieger musste ausgerechnet im kanadischen Halifax not­landen. Der Ort weckt bei Schweizern schlimme Erinnerungen: 1998 stürzte ein Swissairflugzeug vor Halifax ins Meer, alle 229 Insassen starben.

Eine Person wurde durch die Situation derart gestresst, dass sie nach der Notlandung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Acht Stunden lang mussten die Passagiere in Halifax ausharren, bis sie von einer weiteren Maschine nach Zürich gebracht wurden.

Melanie Müller kann es kaum fassen, als sie am Flughafen ihre 11-jährigen Zwillinge Chiara und Chanel wieder in die Arme schliessen darf. Sie will nie mehr ein Flugzeug besteigen.

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