Aktualisiert 06.11.2015 17:35

Universität Bern

Schweizer Kamera fliegt zum Mars

Eine von der Uni Bern entwickelte Kamera wird in Zukunft hochauflösende Stereobilder vom Mars senden. Sie fliegt mit einer ESA-Raumsonde zum Roten Planeten.

von
mlr
Hightech im All: Diese Kamera soll Bilder vom Mars liefern. (6. November 2015)

Hightech im All: Diese Kamera soll Bilder vom Mars liefern. (6. November 2015)

Wenn im kommenden März eine ESA-Raumsonde Richtung Mars startet, ist auch eine an der Universität Bern entwickelte Kamera an Bord. Am kommenden Montag wird das Gerät nach Frankreich gebracht, wo es auf die Sonde montiert wird.

Am 12. März soll die Raumsonde dann vom Weltraumbahnof Baikonur in Kasachstan ins All starten und den Planeten Mars im Oktober desselben Jahres erreichen.

Die Schweizer Kamera wurde so konzipiert, dass sie andere Kameras, die den roten Planeten bereits umkreisen, ergänzt, wie die Universität Bern am Freitag mitteilte. CaSSIS (Colour and Stereo Survace Imaging System) wie die Kamera abgekürzt heisst, wird hochauflösende Stereobilder spezieller Ziele liefern.

«In Farbe und stereo»

Ausserdem wird sie anderen Instrumenten auf der Raumsonde helfen, auf der Mars-Oberfläche nach Quellen von Gasen wie Methan zu suchen.

«Aus rund 100 Kilometern Entfernung könnten wir mit dieser Kamera ein Auto präzise abbilden – in Farbe und stereo», wird Nicolas Thomas vom Center for Space and Habitability und vom Physikalischen Institut der Universität Bern in der Mitteilung zitiert.

Eines der Ziele des Projekts ist es, Veränderungen auf dem Mars zu beobachten. «Wir wissen inzwischen, dass sich die Marsoberfläche ständig verändert und nun haben wir das Werkzeug, um diese Veränderungen verfolgen zu können», führte Thomas aus.

In einem Video sind Tests mit der Kamera dokumentiert. (mlr/sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.