Online-Handel: Schweizer kaufen für 1,3 Milliarden im Ausland ein
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Online-HandelSchweizer kaufen für 1,3 Milliarden im Ausland ein

Online-Shopping wird in der Schweiz immer beliebter – besonders bei ausländischen Anbietern. Grösster Wachstumstreiber ist China.

von
lin
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Das E-Commerce-Geschäft boomt. Schweizer bestellen immer mehr Waren im Netz.

Das E-Commerce-Geschäft boomt. Schweizer bestellen immer mehr Waren im Netz.

Keystone/Peter Klaunzer
Besonders häufig machen sie das auch bei chinesischen Anbietern.

Besonders häufig machen sie das auch bei chinesischen Anbietern.

epa/wu Hong
China ist gemäss einer neuen Erhebung der grosse Wachstumstreiber im grenzüberschreitenden Online-Shopping. Im Bild: Jack Ma, Gründer und Chef des Händlers Alibaba.

China ist gemäss einer neuen Erhebung der grosse Wachstumstreiber im grenzüberschreitenden Online-Shopping. Im Bild: Jack Ma, Gründer und Chef des Händlers Alibaba.

AP/Mark Lennihan

Schweizer Kunden bestellen immer mehr Waren bei ausländischen Online-Händlern. Das zeigen Zahlen einer neuen Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK, des Verbands des Schweizerischen Versandhandels (VSV), der Post und von Media Focus. 2016 machten die Online-Einkäufe von Schweizern im Ausland 1,3 Milliarden Franken aus. Das sind 18 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Der grosse Wachstumstreiber war dabei China.

Laut der Studie haben sich die Online-Einkäufe im Ausland zwischen 2012 und 2016 insgesamt verdoppelt. Und diese Entwicklung dürfte in den kommenden Jahren weitergehen. «Es muss davon ausgegangen werden, dass Online-Auslandeinkäufe weiterhin überproportional wachsen», schreiben die Studienautoren. Auch die Beliebtheit chinesischer Unternehmen wie Alibaba dürfte weiter steigen. 2015 habe eine erste Welle an Direktimporten aus China die Schweiz erfasst. «Wir gehen davon aus, dass sich diese Entwicklung bis 2020 fortsetzt und zusätzlichen Preisdruck im Markt erzeugen wird», heisst es in der Medienmitteilung.

Elektronikartikel beliebt

Gesamthaft haben Schweizer Konsumenten 2016 Waren im Wert von 7,8 Milliarden Franken online eingekauft. Das entspricht einer Zunahme von 8,3 Prozent oder 600 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr. Nicht eingerechnet sind Abholstationen im benachbarten Ausland, wohin Güter für zusätzliche 250 Millionen Franken bestellt wurden.

Bei Schweizer Händlern kauften die hiesigen Kunden am liebsten Elektronik ein. Der Wert dieser Waren betrug insgesamt 1,8 Milliarden Franken. Am zweitbeliebtesten waren Kleider und Schuhe mit 1,54 Milliarden Franken (nach Abzug der Retouren). Danach folgten die Kategorien Lebensmittel (880 Millionen Franken) und Wohnen (450 Millionen Franken). Waren aus dem Non-Food-Sortiment wurden bereits zu rund 15 Prozent online bestellt. Laut den Verfassern der Studie soll sich dieser Wert bis 2019 auf 20 Prozent erhöhen.

Rechnung bevorzugt

Bei der Bezahlmethode setzen die Schweizer Kunden weiterhin auf die Rechnung. Gemäss der Erhebung bezahlen 80 Prozent der Konsumenten beim Online-Einkauf in der Schweiz gegen Rechnung. Rund 15 Prozent nutzen fürs Bezahlen eine Kreditkarte oder PayPal. Das Bezahlen mit Kreditkarte gewinnt – wenn auch nur langsam – etwas an Beliebtheit: 2014 hatten noch 84 Prozent per Rechnung und 12 Prozent mit Kreditkarte bezahlt.

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