Smarthome-Boom : Schweizer kaufen Lichtsteuerung und Alarmanlagen im Lockdown
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Smarthome-Boom Schweizer kaufen Lichtsteuerung und Alarmanlagen im Lockdown

Smarthome-Produkte sind in der Corona-Krise begehrt: Die Swisscom hat 2020 drei Mal so viele Geräte mit ihrer Home App verbunden. Grund dafür ist das Homeoffice.

von
Barbara Scherer
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Im Corona-Jahr 2020 hat die Swisscom viele Smarthome-Produkte verkauft.

Im Corona-Jahr 2020 hat die Swisscom viele Smarthome-Produkte verkauft.

20min/Michael Scherrer
Gefragt ist vor allem die Swisscom Home App, mit der sich smarte Geräte steuern lassen.

Gefragt ist vor allem die Swisscom Home App, mit der sich smarte Geräte steuern lassen.

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Die Nutzerzahl ist um fast 40 Prozent gestiegen und die Anzahl der Geräte hat sich bis Ende 2020 auf 340’000 verdreifacht.

Die Nutzerzahl ist um fast 40 Prozent gestiegen und die Anzahl der Geräte hat sich bis Ende 2020 auf 340’000 verdreifacht.

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Darum gehts

  • Die Swisscom hat 2020 drei Mal so viele Geräte mit ihrer Home App verbunden, wie das Unternehmen im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz mitteilt.

  • Auch bei Sunrise UPC ist die Nachfrage nach WIFI Lösungen, mit denen mehr Geräte zuhause verbunden werden können, gestiegen.

  • Grund für den Smarthome-Boom ist laut Experte das Homeoffice.

Die Kaffeemaschine vom Bett aus anstellen, den Staubsauger von ausser Haus steuern und das Licht stellt von selbst um eine gewisse Zeit ab: Smarthome-Produkte boomen in der Corona-Krise, wie die Swisscom im Rahmen der Bilanzmedienkonferenz mitteilt.

Gefragt ist vor allem die Swisscom Home App, mit der sich smarte Geräte steuern lassen. So ist die Anzahl der Nutzer um fast 40 Prozent auf 250’000 gestiegen und die Anzahl der Geräte hat sich bis Ende 2020 auf 340’000 verdreifacht.

Lichtsteuerung ist gefragt

Besonders beliebt ist der Zwischenstecker Swisscom Smart Switch: Diesen können Swisscom-Kunden zwischen dem Gerät, das sie via App steuern möchten, und der Steckdose an der Wand schalten. «Sehr beliebt ist der Zwischenstecker, um damit Lampen über die App steuerbar zu machen», sagt eine Mediensprecherin zu 20 Minuten.

Dabei machen die smarten Geräte das Zuhause nicht nur komfortabler, man leiste auch einen Beitrag zur Energieeffizienz, heisst es vonseiten Swisscom. Deshalb sind auch smarte Glühbirnen sehr beliebt. Diese können die Farbe verändern oder gedimmt werden.

Sunrise UPC verzeichnet ebenfalls eine erhöhte Nachfrage nach WIFI Lösungen, mit denen mehr Geräte zuhause verbunden werden können. Diese bilden die Grundlage für Smart Home Lösungen. Allerdings verkauft Sunrise UPC selbst keine Smarthome-Komponenten wie Kameras und Lichter. Salt bietet keine Smart Home Produkte an

Das Zuhause mit smarten Geräten verschönern

Der Smarthome-Boom erstaunt Comparis-Telecom-Experte Jean-Claude Frick nicht: «Das hängt damit zusammen, dass die Leute wegen Homeoffice vermehrt Zuhause sind.» Bei vielen gehe es dabei in erste Linie darum, das Eigenheim praktischer einzurichten.

Neben besseren Internetverbindungen seien darum auch Kameras gefragt. Damit könne beispielsweise der Eingang überwacht werden. «Dann sieht man sofort, wenn der Postler mit der bestellten Ware kommt», so Frick.

Umso länger die Leute viel Zeit Zuhause verbringen, umso wichtiger werde aber auch der Wohlfühlaspekt. Dienten steuerbare Lampen früher als Einbrecher-Abschreckung, wollen heute viele damit ihre Wohnung gemütlicher gestalten.

So können beispielsweise smarte Lampen Farbe und Helligkeit laufender Musik anpassen. «Smarte Geräte sollen das Zuhause stimmungsvoller machen und verschönern», erklärt Frick.

So viel verdient die Swisscom 2020

Die Swisscom hat im Corona-Jahr 2020 einen Umsatz von 11'100 Millionen Franken erzielt. Das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Reingewinn ging um 8,4 Prozent auf 1'528 Millionen Franken zurück. Urs Schaeppi zeigt sich dennoch zufrieden: «In einem herausfordernden Umfeld agierte Swisscom 2020 mit Erfolg und erzielte bei einem leicht tieferen Umsatz ein starkes Betriebsergebnis.» Letzteres betrug im Jahr 2020 4'382 Millionen Franken, was einem leichten Plus von 0,6 Prozent entspricht.

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