Aktualisiert 06.02.2014 07:27

Ungeliebte Gebühren

Schweizer klicken fleissig gegen die Billag

Mit der Forderung, die Billag-Gebühren abzuschaffen, trifft ein Bürgerkommitee ins Schwarze. Auf Facebook holte es 30'000 Likes in nur drei Tagen.

30'000 Likes in drei Tagen: Die Initiative zur Abschaffung der Billag erhält breite Zustimmung auf Facebook (Stand Mittwoch, 5.2.2014, 18 Uhr)

30'000 Likes in drei Tagen: Die Initiative zur Abschaffung der Billag erhält breite Zustimmung auf Facebook (Stand Mittwoch, 5.2.2014, 18 Uhr)

Schweizer stehen hinter der Initiative «Ja zur Abschaffung der Billag-Gebühren» – zumindest auf Facebook: In den letzten drei Tagen erhielt das Begehren 30'000 Likes. Beim parteiübergreifenden Bürgerkomitee ist die Freude gross: «Das beweist, dass unsere Forderung breit abgestützt ist», sagt Beni Riedi vom Komitee.

Facebook sei zwar ein guter Indikator, aber mit den «Gefällt mir»-Bekundungen alleine könne man keine Abstimmung gewinnen. «Was mich wirklich freut, ist, dass sich über 400 Personen gemeldet haben, die mit anpacken wollen», so Riedi. Die helfenden Hände könne man gut brauchen, schliesslich werde die Unterschriftensammlung viel Arbeit geben. Bevor die nötigen 100'000 Unterschriften gesammelt werden können, muss die Initiative von der Bundeskanzlei überprüft werden.

Auch die SRG hat bereits Wind von der Initiative bekommen. Dort scheint man das geplante Volksbegehren ernst zu nehmen: Eine Delegation der SRG bat am Mittwoch um ein Treffen mit dem Bürgerkomitee.

Kampf an zwei Fronten

Nicht nur das Bürgerkomitee will der Billag an den Kragen. Auch die Organisation Solidarische Schweiz (SOS) möchte mit der parallel laufenden «Anti-Billag-Initiative» die unbeliebten Gebühren abschaffen. Die Initiativen unterscheiden sich in einem Punkt wesentlich: Das Bürgerkomitee will, dass die SRG auch in Zukunft Sendungen produziert und ausstrahlt. Die benötigten Gelder sollen aber selber aufgetrieben werden.

Die SOS geht einen Schritt weiter. In ihrem Begehren fordern die Initianten, dass die SRG liquidiert werden soll. Der Erlös soll der Filmförderung zugutekommen.

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