Aktualisiert 15.10.2019 17:22

KrankenkasseSchweizer könnten 3 Mrd. Franken Prämien sparen

Versicherte müssten 3 Milliarden Franken weniger Prämien zahlen, wenn sie für 2020 zur günstigsten Kasse wechseln würden. Pro Person sind das im Schnitt 360 Franken pro Jahr.

von
rkn
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Je nach Wohnort unterscheiden sich die Schweizer Krankenkassenprämien. Moneyland.ch hat die Prämiendaten aller Krankenkassen in allen 42 Prämienregionen analysiert.

Je nach Wohnort unterscheiden sich die Schweizer Krankenkassenprämien. Moneyland.ch hat die Prämiendaten aller Krankenkassen in allen 42 Prämienregionen analysiert.

Keystone/Gaetan Bally
In Basel-Stadt zahlen Versicherte für die günstigste Prämie am meisten.

In Basel-Stadt zahlen Versicherte für die günstigste Prämie am meisten.

Keystone/Christian Beutler
In Appenzell Innerrhoden zahlen Erwachsene für die günstigste Prämie rund 70 Prozent weniger als in Basel.

In Appenzell Innerrhoden zahlen Erwachsene für die günstigste Prämie rund 70 Prozent weniger als in Basel.

Keystone/Christian Beutler

Die teure Grundversicherung belastet das Budget der Schweizer. Mit einem Krankenkassenwechsel könnten sie im Schnitt jedoch 360 Franken pro Jahr sparen, wie eine Hochrechnung vom Preisvergleichsportal Moneyland zeigt: Schweizer Versicherte müssten damit insgesamt 3 Milliarden Franken weniger Prämien zahlen, wenn sie nächstes Jahr zur günstigsten Kasse wechseln würden.

Noch mehr Sparpotenzial sieht Moneyland, wenn die Versicherten auch gleich noch zum günstigsten Sparmodell wechseln. Pro Person wären es im Schnitt 622 Franken, die man pro Jahr weniger zahlen müsste. Insgesamt wären es 5,2 Milliarden Franken. Viele Versicherte könnten zudem ihre Franchise anpassen und so noch weiter Kosten senken.

Junge Erwachsene sparen am meisten

Am meisten könnten Personen im Alter zwischen 19 und 25 Jahren sparen: Im Schnitt sind es bei einem Kassenwechsel 502 Franken pro Jahr. Das grosse Sparpotenzial hängt laut der Analyse mit den grossen Prämienunterschieden für diese Altersgruppe zusammen. Manche Kassen senken auch 2020 die Prämien für junge Erwachsene noch einmal markant, während andere Kassen die Prämien anheben. «Für junge Erwachsene lohnt sich ein Prämienvergleich für 2020 besonders», so Moneyland-Analyst Felix Oeschger.

Das Sparpotenzial ist im Kanton Genf am höchsten: Hier könnten die erwachsenen Versicherten im Durchschnitt 580 Franken pro Jahr sparen. Gross ist das Sparpotenzial auch in den Kantonen Basel-Stadt mit 537 Franken und Solothurn mit 480 Franken. Am kleinsten ist das Sparpotenzial für erwachsene Versicherte in den Kantonen Uri mit 222 Franken und Zug mit 236 Franken pro Jahr.

Hohe individuelle Unterschiede

Das von Moneyland erhobene Sparpotenzial für die Gesamtbevölkerung ist eine Hochrechnung der durchschnittlichen Sparmöglichkeiten. Das persönliche Sparpotenzial hängt aber stark von der individuellen Situation und der bestehenden Krankenkasse ab.

Wie gross die maximalen Prämienunterschiede sind, zeigt ein individueller Prämienvergleich. Beispiel: Erwachsene Versicherte mit Wohnsitz in der Stadt Bern mit einer 300er-Franchise (ohne

Unfalldeckung) zahlen bei der teuersten Standard-Versicherung 763 Franken im Monat, während es bei der günstigsten Hausarzt-Versicherung 412.70 Franken sind. Das ist ein Prämienunterschied von über 4200 Franken pro Jahr.

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