«Swiss-Bschiss»: Schweizer Kreuz drauf, wenig Schweiz drin
Aktualisiert

«Swiss-Bschiss»Schweizer Kreuz drauf, wenig Schweiz drin

Swissness überall: Nicht wenige Hersteller schmücken ihre Produkte mit dem Namen oder den Symbolen der Schweiz – ohne dass die Produkte sehr viel Schweizerisches enthalten. Eine neue «Bschiss»-Liste soll diese Produkte anprangern.

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) kämpft gegen eine Verwässerung der Bestimmungen über die Verwendung des Schweizerkreuzes auf Lebensmitteln und anderen Produkten im geplanten «Swissness»-Gesetz. Die Organisation veröffentlichte deshalb am Donnerstag eine «Swiss-Bschiss»-Liste. Damit solle verhindert werden, dass der Bundesrat dem Lobbying der Lebensmittelindustrie nachgebe und die Kriterien in dem für den kommenden Herbst geplanten Gesetzesentwurf aufweiche.

80 Prozent des Gewichts soll aus Schweizer Rohstoffen bestehen

Der Bundesrat hatte im vergangenen März beschlossen, dass das «Swissness»-Gesetz auch für Lebensmittel gelten soll. Voraussetzung für die Verwendung des Labels «Schweiz» und des Schweizerkreuzes soll dabei sein, dass mindestens 80 Prozent des Gewichts der Rohstoffe eines Produkts aus der Schweiz stammen. Auf der SKS-Webseite werden nun Beispiele veröffentlicht, die den geplanten Vorschriften widersprechen. Sie reichen von Melkfett über Bündnerfleisch und Fertig-Fondue bis zum Original-Willisauer Kirsch. (dapd)

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