Ermittlungen in Thailand - Schweizer lag tot in seinem Haus – scharfer Gegenstand steckte im Schädel
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Ermittlungen in ThailandSchweizer lag tot in seinem Haus – scharfer Gegenstand steckte im Schädel

Die Leiche des Schweizers Peter W. wurde vor wenigen Tagen in seinem Haus in der thailändischen Provinz Ratchaburi entdeckt. Die Polizei steht vor einem Rätsel: Hat sie es mit einem Tötungsdelikt oder einem Unfall zu tun?

von
Karin Leuthold
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Peter W. wohnte in diesem Haus in der thailändischen Provinz Ratchaburi, rund 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Bangkok.

Peter W. wohnte in diesem Haus in der thailändischen Provinz Ratchaburi, rund 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Bangkok.

Screenshot newsflare.com
Am 2. Februar 2022 entdeckte eine Freundin des Schweizers seine Leiche. W. lag nackt neben seinem Bett, ein «scharfer Gegenstand» ragte aus seinem Schädel hervor.

Am 2. Februar 2022 entdeckte eine Freundin des Schweizers seine Leiche. W. lag nackt neben seinem Bett, ein «scharfer Gegenstand» ragte aus seinem Schädel hervor.

Screenshot newsflare.com
Die Küchentür stand offen, als W.s Freundin nach ihm sah.

Die Küchentür stand offen, als W.s Freundin nach ihm sah.

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Darum gehts

Die thailändische Polizei ermittelt in einem mysteriösen Todesfall: Der 67-jährige Schweizer Peter W. wurde am frühen Mittwochmorgen in seinem Haus in der Provinz Ratchaburi, rund 100 Kilometer westlich der thailändischen Hauptstadt Bangkok, entdeckt. W. lag nackt neben seinem Bett, ein «scharfer Gegenstand» ragte aus seinem Schädel hervor.

Seine Freundin Suwin Kamcharoen fand den Schweizer und alarmierte die Polizei. Die 60-jährige Restaurantbesitzerin hatte sich gewundert, dass W. am Vorabend nicht zum Abendessen erschienen war, wie er es sonst immer tat. 

Die Küchentür stand offen

Kamcharoen sagte der Polizei, sie sei darum zu W. gefahren. Die Lichter in seinem Haus waren ausgeschaltet, aber die Küchentür stand offen. Die Frau rief nach ihrem Freund, erhielt jedoch keine Antwort. Also beschloss Kamcharoen im Haus nach dem 67-jährigen Schweizer zu sehen. Da sah sie den leblosen Körper auf dem Boden. «Ich kenne ihn seit sieben Jahren. Damals, als ich ein Restaurant in der Sukhumvit-Gegend in Bangkok hatte, besuchte Peter mein Restaurant jedes Mal, wenn er nach Thailand kam, weil er meine Küche mochte.»

Als die Thailänderin ein weiteres Restaurant in der Provinz Ratchaburi eröffnete, lud sie W. zu sich ein. Als sich die Corona-Situation etwas entspannte, habe Peter W. ihr Land gepachtet und ein Haus gebaut, erzählt Suwin Kamcharoen dem Nachrichtendienst «Newsflare». Laut der Frau telefonierte W. täglich mit seinen beiden erwachsenen Söhnen, die in der Schweiz wohnen.

Ist W. nur ausgerutscht?

Die Polizei untersucht nun die Todesursache. Besonders seltsam finden die Ermittler und Ermittlerinnen das drei Zentimeter lange Metallstück, das etwa einen Zentimeter tief in der rechten Schläfe des Verstorbenen steckte. 

Da W. auf seiner rechten Seite lag, kann es laut Polizeioberst Nawapol Hankhunthod möglich sein, dass W. «ausgerutscht ist und mit dem Kopf auf dem Bett aufgeschlagen ist, was zu seinem Tod führte. Oder er wurde ausgeraubt und mit einem scharfen Werkzeug erschlagen.»

Eine Obduktion ergab, dass der pensionierte Schweizer bereits seit mehr als acht Stunden tot war, bevor er entdeckt wurde. Derzeit führt die Polizei eine gründliche Durchsuchung des Anwesens durch und wertet das Videomaterial der Überwachungskamera aus.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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