Deutschland: Schweizer lieferten sich illegales Raser-Rennen
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DeutschlandSchweizer lieferten sich illegales Raser-Rennen

In der Nacht auf Samstag haben sich mehrere Schweizer auf einer deutschen Autobahn ein Rennen geliefert. Die Polizei konnte die Fahrer stoppen, sie bestreiten die Tat jedoch.

von
vro
Bei der Raststätte Neckarburg an der A81 wurden die Raser gestoppt.

Bei der Raststätte Neckarburg an der A81 wurden die Raser gestoppt.

ADAC

Ein Verkehrsteilnehmer hat in der Nacht auf Samstag auf der A81 zwischen dem baden-württembergischen Horb und Singen ein illegales Autorennen beobachtet. Laut einer Mitteilung der Polizei waren vier leistungsstarke Fahrzeuge mit Schweizer Kennzeichen involviert.

Die hinteren beiden Autos, ein schwarzer Audi A6 und ein Ford Focus RS, bremsten den Verkehr auf der Strecke aus, bis der Abstand zu den vorausfahrenden anderen Verkehrsteilnehmern gross genug war. Daraufhin beschleunigten alle vier Autos und rasten Richtung Singen, heisst es in der Mitteilung. Dieses Manöver hätten die Fahrer laut Zeugenaussagen mehrmals wiederholt.

Genötigte Zeugen gesucht

Bei einer Raststätte konnte die Autobahnpolizei die Raser schliesslich anhalten. Es handelt sich um vier Männer im Alter zwischen 27 und 35 Jahren, die in der Schweiz wohnhaft sind und südeuropäische Wurzeln haben.

Alle vier Männer bestritten, sich ein Rennen geliefert zu haben. Die Polizei ist deshalb auf der Suche nach Zeugen, die durch die Fahrer gefährdet oder genötigt wurden.

Es kommt regelmässig vor, dass die deutsche Polizei Schweizer Raser erwischt. So wurde etwa bei einemSchweizer im Februar im Landkreis Lörrach im 70er-Bereich eine Geschwindigkeit von 140 km/h gemessen. Auch dass sich Schweizer Rennfahrer auf deutschen Autobahnen zusammentun und den Verkehr für ihre illegalen Wettkämpfe ausbremsen, kommt immer wieder vor. Bereits im vergangenen Jahr hat die deutsche Polizei deshalb Schweizer Rasern den Kampf angesagt.

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