Schweizer Luftfahrt ist sicher
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Schweizer Luftfahrt ist sicher

Die Schweiz hat bei der Sicherheit des Luftverkehrs wesentliche Fortschritte gemacht. Allerdings besteht noch immer ein Ressourcenproblem bei der Skyguide.

Zu diesem Schluss kommt ein niederländischer Expertenbericht, der die Massnahmen des Projekts «Safety first» (Safir) nach dem Überlingen-Absturz überprüfte. Skyguide habe allerdings weiterhin zu wenig Fluglotsen, hält die Studie fest.

Das niederländische Luftfahrtforschungsinstituts NLR hatte im Auftrag von Bundesrat Moritz Leuenberger Ende vergangenen Jahres überprüft, ob und wie ihre 28 Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit aus dem Jahre 2003 umgesetzt wurden. Wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schreibt, bescheinigt der Bericht der Schweiz «wesentliche Fortschritte» im Sicherheitsmanagement. Dies gelte für das UVEK ebenso wie für das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und die Flugsicherung Skyguide. Die im Nachgang zum tragischen Absturz von Überlingen vom 1. Juli 2002 mit 71 Toten getroffenen Massnahmen würden als richtig und wirkungsvoll eingestuft.

Positiv hervorgehoben werden laut Mitteilung vor allem die Stärkung der Aufsicht im UVEK-Generalsekretariat, die Verabschiedung des Luftfahrtpolitischen Berichts samt Festlegung der Schweizerischen Luftfahrtsicherheitspolitik durch den Bundesrat sowie die Reorganisation und personelle Aufstockung des BAZL.

Der NLR-Bericht habe aber auch auf die noch nicht vollständig erledigten Aufgaben hingewiesen, schreibt das UVEK. Dazu gehörten die noch nicht abgeschlossenen Arbeiten bei der Anpassung der Rechtsgrundlagen für das straffreie Meldewesen und der Reorganisation des Büros für Flugunfalluntersuchungen (BFU). Eine umfassende Revision des Luftfahrtgesetzes sei allerdings in Vorbereitung und werde die Neuerungen bringen.

Noch nicht beseitigt sind laut Studie auch die Ressourcenengpässe bei Skyguide. Um das Problem mit dem Unterbestand an Fluglotsen zu lösen, werden laut UVEK zurzeit eine engere Zusammenarbeit mit der deutschen und der französischen Flugsicherung sowie die Einführung zusätzlicher Ausbildungskurse geprüft. (dapd)

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