Aktualisiert 16.05.2007 12:13

Schweizer Manager verdienen immer mehr

Die Spirale bei den Managersalären dreht sich weiter nach oben. Immer mehr Unternehmen bezahlen in ihrer Konzernleitung Millionensaläre.

In den 56 grössten Schweizer Unternehmen ist der Durchschnitts-Managerlohn innert Jahresfrist um 15 Prozent auf 2,3 Mio. Fr. gestiegen.

Zunehmend zahlen neben den «Multis» auch mittelgrosse Unternehmen ihren Führungskräften siebenstellige Gehälter aus, wie es in einem Lohnvergleich in der «Handelszeitung» vom Mittwoch heisst. Von den 56 erfassten Unternehmen gehören nun bereits 31 (Vorjahr 27) Unternehmen zum «Millionenklub».

Lohnsprung bei Lonza

Einen grossen Sprung von sechsstelligen zu siebenstelligen Durchschnittslöhnen in der Teppichetage machte Lonza, wo sich das mittlere Managersalär auf 2,52 Mio. Fr. mehr als verdreifachte. In den Millionenbereich gelangten auch Valora mit 1,13 Mio. Franken, SIG mit 1,12 Mio. Franken, Atel mit 1,1 Mio. Fr. und Clariant mit 1,06 Mio. Franken.

Am obersten Ende der Lohnskala bleiben die beiden Grossbanken, wo die durchschnittliche Entschädigung der Mitglieder der Konzernleitung fast gleich hoch ist. Bei der UBS ist er innerhalb eines Jahres um 10,9 Prozent auf 18,99 Mio. Fr. und bei der Credit Suisse um 11,8 Prozent auf 18,93 Mio. Fr. gestiegen.

Gefolgt werden die Grossbanken von den Pharmakonzernen. Mit einem Lohnsprung von 53 Prozent hat das Durchschnittsgehalt der Roche-Konzernleitung (7,70 Mio. Fr.) dasjenige bei Novartis (7,42 Mio. Fr.), das «lediglich» um 3,3 Prozent gestiegen ist, überholt. Auf den Plätzen vier und fünf folgen die Versicherer Swiss Re und Zurich.

Bestbezahlte Konzernchefs

Bei den Salären der Konzernchefs weist weiterhin Novartis-Chef Daniel Vasella mit 44 Mio. Fr. (+24,6 %) den schweizweit höchsten Lohn aus. Gefolgt wird er von UBS-Chef Marcel Ospel mit 26,6 Mio. Fr. (+10,9 %) und Roche-Chef Franz Humer mit 21,6 Mio. Fr. (+14,3 %).

Am unteren Ende der Lohn-Rangliste verbleiben die Konzernchefs der staatsnahen Betriebe: So erhielt Postchef Ulrich Gygi 732 000 Franken (+6,2 Prozent), Nationalbank-Chef Jean-Pierre Roth 606 000 Franken (+2,5 Prozent) und der abgetretene SBB-Chef Benedikt Weibel ein Salär von 600 000 Franken (+10,1 Prozent).

(sda)

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