«Swiss Wonderboys»: Schweizer Nati als Kuriosum
Aktualisiert

«Swiss Wonderboys»Schweizer Nati als Kuriosum

Die Schweizer Nati hat für die erste Sensation dieser WM gesorgt. Die Welt nimmt nach dem 1:0 gegen Spanien erstaunt Notiz von den «Swiss Wonderboys».

von
Julien Caloz/Sandro Compagno
Südafrika
Gelson Fernandes ist nach seinem Siegestor gegen Spanien plötzlich ein gefragter Gesprächspartner.

Gelson Fernandes ist nach seinem Siegestor gegen Spanien plötzlich ein gefragter Gesprächspartner.

So jedenfalls nennt Felix Bate die Nati. Der Reuters-Journalist tauchte gestern erstmals in Vanderbijlpark auf. Wie auch Régis Dupont von «L'Equipe»: «Mein Arbeitgeber hat nach dem Spiel angerufen. Er wollte wissen, wie eine Mannschaft, die gegen Luxemburg verliert, zwei Jahre später den Europameister besiegt.» Gleich neben ihm sitzt der Schwede Karl Ritter von der Agentur «Associated Press»: «Woran denkt ein Spieler, der die Spanier geschlagen hat?», lautet seine rhetorische Frage. Als «un joueur anonyme de Saint-Etienne» bezeichnete RTL den Schützen des goldenen Tores. «Gelson Fernandes hat in der Meisterschaft nie aufs Tor geschossen», unkt der frühere französische Internationale Jean-Michel Larqué. «Er übertreibt ein bisschen», erwidert Gelson und lacht. «Ich schies­se schon. Okay, ich treffe nicht, aber ich schiesse ...»

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