Spende für Sturmopfer: Schweizer Nati zeigt Herz
Aktualisiert

Spende für SturmopferSchweizer Nati zeigt Herz

Wenn das keine schöne Geste ist! Die Schweizer Nati hat für die Taifun-Opfer auf den Philippinen gespendet. Ein fünfstelliger Betrag ist zusammengekommen.

von
Sandro Compagno

Über die exakte Höhe der Spende schweigen sich die Beteiligten aus. Aber Recherchen von 20 Minuten haben ergeben, dass es sich um einen deutlich fünfstelligen Betrag handelt, den die Profis an das Flüchtlingshilfswerk UNHCR überweisen liessen. Das Hilfswerk der UNO leistet auf den Philippinen Not- und Aufbauhilfe, nachdem Super-Taifun Haiyan am 8. November mehr als 10'000 Todesopfer forderte und mehr als vier Millionen Menschen obdachlos machte.

Tu Gutes und sprich darüber? Von wegen! Die Schweizer Nationalspieler fassten ihren Plan klammheimlich vor zwei Wochen am Rande des Testspiels gegen Südkorea in Seoul. «Wir suchten nicht Medienpräsenz, sondern die Möglichkeit, schnell und sinnvoll zu helfen», bestätigt Marco von Ah, Medienchef des Schweizerischen Fussballverbandes SFV. Fakt ist, dass sich sämtliche Spieler und der Trainerstab an der Aktion beteiligen. Nicht nur die Nati-Stars, die in Südkorea mit von der Partie waren, sondern auch verletzungsbedingt Abwesende öffneten ihre Herzen und ihre Portemonnaies.

Das Geld kommt wirklich an

Costa Bonato, Berater von Johan Djourou, ist mit der gemeinsamen Stiftung Kémi-Malaika federführend. Dass die Spende ans Flüchtlingshilfswerk der UNO fliesst, habe ganz praktische Gründe, so Bonato: «Das UNHCR garantiert, dass 93 Prozent der Gelder wirklich bei den Bedürftigen landen und nur 7 Prozent für die Administration aufgewendet werden.»

Die Aktion geht weiter. Unter www.act-for-philippines.org werden noch immer Spenden entgegengenommen. Mittlerweile zieht die Aktion weitere Kreise. Auch internationale Top Shots wie beispielsweise Kolo Touré (Liverpool) oder Wilfried Zaha (Man United) beteiligen sich.

Die Schweizer Nationalmannschaft verlor am 15. November ihr Länderspiel in Südkorea mit 1:2 und beendete eine Serie von 14 Spielen ohne Niederlage. So aber hatte die etwas seltsame Reise nach Fernost doch noch ihr Gutes.

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