Virtueller Einkaufsbummel: Schweizer Online-Handel boomt
Aktualisiert

Virtueller EinkaufsbummelSchweizer Online-Handel boomt

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer kaufen via Internet ein: Der Schweizer Online-Handel hat innert zwei Jahren um 50 Prozent zugelegt.

Per Internet einkaufen wird immer beliebter.

Per Internet einkaufen wird immer beliebter.

Ferienreisen, Software, Tickets, Musik werden in der Schweiz immer häufiger per Mausklick geordert. Im letzten Jahr wurden 8,68 Milliarden Franken auf dem Netz umgesetzt, wie eine Studie der Universität St. Gallen (HSG) zeigt.

Vor allem weil im Schnitt für grössere Beträge eingekauft wurde, stieg das Geschäftsvolumen so stark an, wie die HSG am Mittwoch mitteilte. Das Wachstum hat sich beschleunigt: Bei der letzten Umfrage Ende 2008 hatte der Anstieg im Vergleich zu zwei Jahre davor erst 38 Prozent betragen.

Vor allem Ferienreisen ( 9,9 Prozent), Software ( 8,7 Prozent), Tickets für Veranstaltungen ( 7,2 Prozent) und Musik ( 6,6 Prozent) werden häufiger per Mausklick gekauft als vor zwei Jahren. Auch Flüge buchen mehr Personen online ( 9,3 Prozent).

Realer und virtueller Einkaufsbummel gleichzeitig

Bei gewissen Produkten nutzen die Kunden vermehrt sowohl das Ladengeschäft als auch den Online-Shop, beispielsweise für Kleider, Möbel, Lebensmittel, Bücher oder bereits gebrauchte Waren (Second- Hand).

Bei vielen Kunden läuft der reale und der virtuelle Einkaufsbummel gleichzeitig ab: 44 Prozent der Umfrageteilnehmer nutzten ihr Handy, um unterwegs im Internet zu surfen. Die HSG-Autoren befragten für die Studie Ende des letzten Jahres über 1000 Passanten in 13 Schweizer Städten.

(sda)

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