Essen, Schuhe und Games: Schweizer Onlineshops lassen Amazon und Wish keine Chance
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Essen, Schuhe und GamesSchweizer Onlineshops lassen Amazon und Wish keine Chance

Wegen Corona boomt der Onlinehandel: 13,1 Milliarden Franken haben Schweizerinnen und Schweizer 2020 online für Waren ausgegeben. Am meisten gefragt war Heimelektronik wie Notebooks, Fernseher und Games.

von
Barbara Scherer
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Der Onlinehandel in der Schweiz wächst 2020 infolge Corona ausserordentlich.

Der Onlinehandel in der Schweiz wächst 2020 infolge Corona ausserordentlich.

Christin Klose/dpa
13,1 Milliarden Franken haben Schweizerinnen und Schweizer 2020 online für Waren ausgegeben.

13,1 Milliarden Franken haben Schweizerinnen und Schweizer 2020 online für Waren ausgegeben.

20Minuten
Am meisten haben Schweizerinnen und Schweizer Heimelektronik online bestellt: Fast 48 Prozent wurden 2020 im Internet gekauft.

Am meisten haben Schweizerinnen und Schweizer Heimelektronik online bestellt: Fast 48 Prozent wurden 2020 im Internet gekauft.

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Darum gehts

  • 2020 flossen 13,1 Milliarden Franken in den Onlinehandel.

  • 11 Milliarden davon gingen an Schweizer Unternehmen.

  • Am meisten wurde Heimelektronik bestellt, gefolgt von Kleidern und Schuhen.

Der Onlinehandel ist wegen Corona stark gewachsen: 13,1 Milliarden Franken haben Schweizerinnen und Schweizer 2020 online für Waren ausgegeben. Das sind 2,8 Milliarden Franken mehr als noch im Vorjahr, wie der Handelsverband.swiss in einer Medienkonferenz mitteilt. So hat sich der Onlinehandel in der Krise verändert:

• Der grösste Teil des Geldes – 11 Milliarden – floss direkt in Schweizer Unternehmen. Nur 2,1 Milliarden Franken gingen an ausländische Onlinehändler wie Amazon, Alibaba und Wish. Damit ist der Online-Inlandskonsum 2020 um 32 Prozent angewachsen. Der Online-Auslandseinkauf hat nur 5 Prozent zugelegt.

• Am meisten haben Schweizerinnen und Schweizer Heimelektronik online bestellt: Fast 48 Prozent wurden 2020 im Internet gekauft. Dabei wurden über 3 Milliarden Franken für elektronische Geräte ausgegeben. Gefragt waren vor allem Produkte wie Fernseher, Webcams, Drucker und Notebooks. Aber auch Games waren sehr gefragt.

• Schuhe und Kleider wurden am zweithäufigsten gekauft: 2,5 Milliarden Franken flossen in diesen Bereich. Allerdings ist dieses Segment damit nur 15 Prozent gewachsen.

• Das Sortiment Food hat 2020 ebenfalls kräftig zugelegt und liegt bei fast 1,5 Milliarden Franken Onlinehandelsumsatz. Allerdings machen online Bestellungen beim Essen bisher nur 3,5 Prozent des gesamten Umsatzes aus.

• Überdurchschnittlich viele Bestellungen gab es zudem bei den Sortimenten Möbel, Sport und Heimwerkerbereich Do It Yourself. So wurden im Corona-Jahr Möbel im Wert von rund 1,2 Milliarden Franken im Internet gekauft. Sportartikel verzeichnen einen Onlinehandelsumsatz von etwa 0,6 Milliarden Franken und Do It Yourself 0,44 Milliarden Franken.

• Vom Onlineboom haben vor allem die Omni-Channel Händler stark profitiert: Wachstumssprünge von 100 Prozent und mehr waren keine Seltenheit, wie der Handelsverband.swiss mitteilt. Händler, die nur online präsent sind, haben eine Wachstumsquote von bis zu 50 Prozent erzielen können.

• Innerhalb von 6 Jahren haben Schweizer Konsumenten damit ihre Ausgaben für Onlineeinkäufe im Handel fast verdoppelt und um 6,4 Milliarden Franken gesteigert.

• Trotz allem kaufen Schweizerinnen und Schweizer noch immer am liebsten im stationären Handel ein. Laut dem Handelsverband.swiss verschiebt sich diese Präferenz aber jedes Jahr weiter in Richtung online – eine Entwicklung, die auch nach Corona anhalten dürfte.

Mitglieder machen 20 Milliarden Franken Umsatz

Der Handelsverband.swiss hat die Gesamtmarkterhebung für den Onlinehandel in der Schweiz gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut GFK und der Schweizer Post durchgeführt. Der Handelsverband.swiss vertritt 370 Händler, die in der Schweiz rund 20 Milliarden Franken Umsatz realisieren. Davon werden 10 Milliarden Franken online generiert und 10 Milliarden Franken im stationären Handel. Die Mitglieder betreiben über 380 Onlineshops und versenden 70 Millionen Pakete in der Schweiz.

Deine Meinung

61 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

TukTuk

11.03.2021, 22:37

So what? Das allermeiste von dem Plunder kommt dennoch aus China.

Mandubi

11.03.2021, 13:04

Amazon und Wish sind ja aber auch das hinterst und Letzte.

Unhlaubwürdig

11.03.2021, 12:25

Und was ist mit ausländischen online händlern mit schweizer domain...die zahlen sind lächerlich