«Bedrohung ernster nehmen» – Schweizer Politik grundsätzlich für einen Raketenschutzschirm 

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«Bedrohung ernster nehmen»Schweizer Politik grundsätzlich für einen Raketenschutzschirm 

Das Thema eines Raketenabwehrsystems wird auch in der Schweiz immer lauter. Politikerinnen und Politiker aus allen Reihen befürworten neue Systeme – auch in Kooperation mit anderen Staaten.

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Mit einem Raketenabwehrsystem will die Schweiz ihren Luftraum verteidigen. 

Mit einem Raketenabwehrsystem will die Schweiz ihren Luftraum verteidigen. 

IMAGO/Björn Trotzki
February 20, 2022, Israel: The Israel Missile Defense Organization IMDO of the Israel Ministry of Defense, the IDF and Rafael Advanced Defense Systems have completed a successful series of live fire tests of the C-Dome system - an advanced naval configuration of the Iron Dome defense system. The C-Dome  was operated for the first time aboard the INS Magen, a Saar 6 corvette, against multiple advanced threats including rockets, cruise missiles and UAVs. Israel - ZUMAi99_ 20220220_zip_i99_002 Copyright: xIsraelxMinistryxOfxDefensex

February 20, 2022, Israel: The Israel Missile Defense Organization IMDO of the Israel Ministry of Defense, the IDF and Rafael Advanced Defense Systems have completed a successful series of live fire tests of the C-Dome system - an advanced naval configuration of the Iron Dome defense system. The C-Dome was operated for the first time aboard the INS Magen, a Saar 6 corvette, against multiple advanced threats including rockets, cruise missiles and UAVs. Israel - ZUMAi99_ 20220220_zip_i99_002 Copyright: xIsraelxMinistryxOfxDefensex

imago images/ZUMA Wire

Darum gehts

  • Die Armee möchte konkret fünf Patriot-Feuereinheiten kaufen, um Flugzeuge, hochfliegende Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Lenkwaffen abzuschiessen.

  • Das Vorhaben findet bei Schweizer Politikerinnen und Politikern ein breites Gehör. 

  • Sofern die Schweizer Neutralität nicht beeinträchtigt werde. 

Die Raketenangriffe letzter Woche in der Ostukraine führten weltweit zu Bestürzung und Unbehagen. Das Thema eines besseren Raketenabwehrschutzes findet auch im Schweizer Politdiskurs seinen Platz. Wie die «Sonntagszeitung» berichtet, werden wie in Deutschland auch in der Schweiz Forderungen nach einer militärischen Raketenabwehr konkret. 

Nach israelischem Vorbild zieht der deutsche Kanzler Olaf Scholz einen Raketenabwehrschirm in Betracht. Auch FDP-Parteipräsident Thierry Burkart ist der Meinung, die Schweiz müsse die Bedrohung durch Raketen «generell ernster nehmen», schreibt die «Sonntagszeitung» weiter. Heutige Systeme der Schweizer Armee seien in diesem Bereich «hoffnungslos veraltet». Burkart befürwortet ebenfalls eine engere Zusammenarbeit mit der Nato, da der Schutz gegen Mittelstrecken- oder Interkontinentalraketen unmöglich alleine gestemmt werden könne.

Auch die SVP stellt sich nicht mehr gegen eine Verstärkung der Zusammenarbeit mit der Nato. Laut SVP-Ständerat Werner Salzmann sei der Schutz vor satellitengestützten Raketen aus grosser Höhe Grund für einen möglichen Kooperationsvertrag mit der Nato. Doch auch ein Raketenvertrag mit einer Auflage wäre laut Salzmann möglich: «Die Neutralität darf nicht verletzt werden».

Mehr Raketenabwehr, aber keine Kampfjets

Dem stimmt auch SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf bei, «sofern es mit der Neutralität vereinbar sei», ziehe sie eine Zusammenarbeit mit Deutschland und anderen Staaten in Betracht. Für zwei Milliarden Franken soll ein neues System zur bodengestützten Luftverteidigung mit grösserer Reichweite beschafft werden. Die Armee möchte konkret fünf Patriot-Feuereinheiten kaufen, um Flugzeuge, hochfliegende Drohnen, Marschflugkörper und ballistische Lenkwaffen abzuschiessen.

Auf dem Militärflugplatz Emmen wird im Rahmen der Armeebotschaft 2022 den Medien das Beschaffungsprojekt der Schweizer Luftwaffe vorgestellt. 

Auf dem Militärflugplatz Emmen wird im Rahmen der Armeebotschaft 2022 den Medien das Beschaffungsprojekt der Schweizer Luftwaffe vorgestellt. 

IMAGO/Björn Trotzki

Gegenüber der «Sonntagszeitung» äussert Seiler Graf aber auch Skepsis gegenüber der Verteilung der Mittel für die Luftverteidigung: «Es ist gescheiter, mehr Geld in die Boden-Luft-Abwehr zu investieren und stattdessen weniger in neue Kampfjets», so die Nationalrätin. Für die Bürgerlichen sei dies allerdings keine Option. 

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Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

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Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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(sys)

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