09.10.2019 16:32

Coppers Cup

Schweizer Polizisten segeln (fast) allen davon

Beim internationalen Polizei-Segelcup in Kroatien holte das Team der Luzerner Polizei die Silbermedaille.

von
Daniela Gigor
Die erfolgreichen Segler der Luzerner Polizei heissen Silvia Koller, Franz Vogel, Roger Schumacher (vorne v.l.n.r) und Stefan Schnarwiler, Christian Oehen und Patrick Schwegler (v.l.n.r.)

Die erfolgreichen Segler der Luzerner Polizei heissen Silvia Koller, Franz Vogel, Roger Schumacher (vorne v.l.n.r) und Stefan Schnarwiler, Christian Oehen und Patrick Schwegler (v.l.n.r.)

Luzerner Polizei-Segler

Die Luzerner Polizeisegler sind um eine Medaille reicher und voller Stolz in der Schweiz zurück: Sie haben vom 29. September bis 4. Oktober 2019 in Biograd na Moru in Kroatien am Coppers Cup teilgenommen. An diesem Segel-Wettkampf für Polizisten nahmen 16 Teams mit 100 Seglern aus zehn Nationen und drei Kontinenten teil.

«Unter den Beteiligten waren Teams aus China und Australien. Der grösste Teil kam aus Europa», sagt Skipper Roger Schumacher, der mit seinem Team die Schweiz vertreten hatte.

Der 54-jährige Polizist Schumacher segelte mit seinem fünfköpfigem Team hinter Norwegen auf den 2. Platz. Obwohl die Luzerner Gold verpassten, sagt der Skipper: «Wir sind stolz und glücklich über die Silbermedaille und gönnen den Norwegern ihren Sieg.» Es sei sehr knapp gewesen und das Team aus Australien habe aus Top-Seglern bestanden, die sich zum Ziel gesetzt hätten, die Luzerner zu schlagen. Doch das sei nicht gelungen.

Luzerner Polizeisegler waren auch Weltmeister

Die Luzerner Teilnehmer sind Freizeitsportler: «Wir segeln für unser Leben gern.» Schumacher hat ein eigenes Segelboot, mit dem er und seine Kollegen jeweils den Sommer hindurch trainieren. Dafür opfern alle Beteiligten viel Freizeit und auch Geld. «Es ist eine sinnvolle Beschäftigung und gibt uns einen Ausgleich zum beruflichen Alltag», sagt er.

Beim Segeln könnten sich die Polizisten erholen, Energie für den Alltag tanken und einfach die Seele baumeln lassen. «Wir sind alle mit dem Segeln verbunden und trainieren seit Jahren zusammen. Darum sind wir ein eingespieltes und angefressenes Team», so der Skipper. Die Erfolge der Luzerner sind denn auch beachtlich: An den letzten Polizei-Segel-Weltmeisterschaften 2018 wurden sie Vize-Weltmeister und 2016 feierten sie gar den Weltmeistertitel in der Disziplin.

Cup geht auf Entführungsfall zurück

Interessant ist die Geschichte des Coppers Cup. Dieser besteht seit 1988 und geht auf die Entführung von Alfred Heineken (1923 - 2002) im November 1983 zurück. Dank der Zusammenarbeit der Polizei verschiedener Länder, konnten der holländische Bierbrauer und sein Chauffeur nach drei Wochen Geiselhaft befreit werden.

«Heineken wollte sich danach bei den beteiligten Polizeicorps mit einer Spende bedanken. Dies war aber nicht erlaubt», so Schumacher. Darum wurde danach die Interpol Coppers Cup Foundation gegründet. Diese Stiftung wurde finanziell von Heineken unterstützt. Die Rennen waren Mitgliedern von Strafverfolgungsbehörden vorbehalten und fanden jeweils in den Niederlanden statt. 2013 wurde die Stiftung eingestellt und seither findet der Cup in Kroatien statt.

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