Schweizer Priester gesteht Missbrauch eines 12-Jährigen
Aktualisiert

Schweizer Priester gesteht Missbrauch eines 12-Jährigen

Der Schweizer Priester, der in Frankreich unter Pädophilieverdacht steht, hat gegenüber den jurassischen Behörden sexuelle Übergriffe auf seinen 12-jährigen Neffen im Jahr 1992 gestanden.

Der 67-jährige Priester habe ausgesagt, es sei nach seiner Ankunft in der Region Grenoble lediglich ein Mal zu Zärtlichkeiten mit dem Knaben gekommen, sagte der Generalstaatsanwalt des Berufungsgerichts in Lyon, Jean-Olivier Viout.

Je nach Schwere des Falls könne die französische Justiz den Fall zu den Akten legen oder einen internationalen Haftbefehl erlassen. Die Lyoner Staatsanwaltschaft hatte den Kanton Jura um internationale Amtshilfe ersucht, nachdem der Priester in den Medien einen sexuellen Missbrauch in Frankreich gestanden hatte.

Am Montag wurde der Priester von der jurassischen Polizei einvernommen. Er erklärte sich damit einverstanden, das Protokoll dem Generalstaatsanwalt des Berufungsgerichts in Lyon zuzustellen.

Parallel dazu untersuchen die jurassischen Behörden, ob der Priester in der Schweiz Übergriffe begangen hat, die noch nicht verjährt sind. Der verdächtigte Priester lebt seit zwei Jahren im Kapuzinerkloster Montcroix in Delsberg, nachdem er über zehn Jahre in Frankreich gelebt hatte. Verhaftet wurde er bisher nicht.

(sda)

Deine Meinung