Aktualisiert 11.01.2016 15:34

«Nadine»Schweizer Professorin baut ein Roboter-Double

Sie zeigt Gefühle und erinnert sich an jeden Gesprächspartner. Eine Schweizer Professorin hat mit «Nadine» ihre eigene Roboter-Doppelgängerin erschaffen.

von
tob

Professorin Nadia Thalmann mit ihrem Maschinen-Ebenbild «Nadine». (Video: NTU)

Sie hat lange braune Haare und lächelt, wenn man grüsst. Der humanoide Roboter «Nadine» sieht überzeugend echt aus. Entwickelt wurde die Maschine unter der Leitung der Schweizer Professorin Nadia Thalmann an der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur.

Dort wird «Nadine» als Rezeptionistin eingesetzt. Im Gegensatz zu anderen Robotern hat «Nadine» eine eigene Persönlichkeit und kann ihre Stimmung und Emotionen, je nach Thema eines Gesprächs, ausdrücken. Der Roboter sei ein Doppelgänger der Erfinderin Nadia Thalmann, heisst es in einer Mitteilung der NTU.

Ein bisschen wie C-3PO

So clever wie die Professorin ist der humanoide Roboter allerdings nicht. Ihr «Gehirn» ist vergleichbar mit der Funktion von Siri, Apples Sprachassistentin. Dabei erinnert sich «Nadine» an jedes Gespräch und jeden Gesprächspartner in der Vergangenheit. Auch kann «Nadine» auf physischer Ebene mit den Gesprächspartnern agieren, etwa mit Händeschütteln.

Vier Jahr lang haben Forscher der NTU unter anderem aus den Fachbereichen Linguistik, Psychologie und Robotik daran gearbeitet, eine künstliche Intelligenz in eine physische Form zu bringen. Laut Thalmann könnten soziale Roboter künftig als persönliche Begleiter dienen, «ähnlich wie C-3PO, der legendäre goldene Roboter aus ‹Star Wars›», sagt die Professorin.

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