Promis beantworten Klima-Fragen: Was Janosch & Co. von den aktuellen Klima-Protesten halten

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Promis beantworten Klima-FragenWas Janosch & Co. von den aktuellen Klima-Protesten halten

Praktisch keiner der hiesigen Stars hat sich zum Klimastreik auf dem Berner Bundesplatz geäussert. Haben sie dazu eine Haltung? Wir haben bei Beauty-Influencer Brian Havarie, Schauspielerin Luna Wedler, Model Tamy Glauser und Ex-Bachelor Janosch Nietlispach nachgehakt.

von
Stephanie Vinzens
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Ex-Bachelor und Kickboxer Janosch Nietlispach (31) findet, dass das Klimaproblem drängt, aber: «Ich fürchte, dass solche Aktionen kontraproduktiv sind. Denn wenn die Polizei kommen muss, hat das einen bitteren Beigeschmack und viele nerven sich darüber.»

Ex-Bachelor und Kickboxer Janosch Nietlispach (31) findet, dass das Klimaproblem drängt, aber: «Ich fürchte, dass solche Aktionen kontraproduktiv sind. Denn wenn die Polizei kommen muss, hat das einen bitteren Beigeschmack und viele nerven sich darüber.»

Instagram/janoschnietlispach
Beauty-Influencer Brian Havarie (20) war in Bern vor Ort und erklärt, warum er nichts auf Instagram gepostet hat: «Ich poste in meinen Stories generell wenig über Nachhaltigkeit und lebe sie lieber privat, da man sich dadurch schnell angreifbar macht.»

Beauty-Influencer Brian Havarie (20) war in Bern vor Ort und erklärt, warum er nichts auf Instagram gepostet hat: «Ich poste in meinen Stories generell wenig über Nachhaltigkeit und lebe sie lieber privat, da man sich dadurch schnell angreifbar macht.»

Instagram/briann
Die Zürcher Schauspielerin Luna Wedler (21) hofft, dass das Thema durch die Streik-Aktion mehr Aufmerksamkeit bekommt. «Denn das hat es bitter nötig. Ich bin sehr stolz auf meine Generation, die kämpft und nicht lockerlässt, bis sich etwas ändert.»

Die Zürcher Schauspielerin Luna Wedler (21) hofft, dass das Thema durch die Streik-Aktion mehr Aufmerksamkeit bekommt. «Denn das hat es bitter nötig. Ich bin sehr stolz auf meine Generation, die kämpft und nicht lockerlässt, bis sich etwas ändert.»

Instagram/lunawedler

Darum gehts

  • Diese Woche haben Umweltaktivistinnen und -aktivisten den Bundesplatz in Bern besetzt.
  • Fast keiner der hiesigen Stars hat sich dazu in den sozialen Medien geäussert.
  • Wir haben bei vier Schweizer Promis nachgehakt, wie sie zu der Klimabewegung stehen.

Mehrere Hundert Klimaaktivistinnen und -aktivisten haben diese Woche von Montag- bis Mittwochmorgen den Berner Bundesplatz besetzt. Auffällig war jedoch, dass sich praktisch keine der hiesigen Promis sich zum Geschehen geäussert haben – Model Tamy Glauser (35) war eine der wenigen.

Wir haben bei ihr, Beauty-Influencer Brian Havarie (20), Schauspielerin Luna Wedler (21) und Ex-Bachelor Janosch Nietlispach (31) nachgehakt.

Wie hast du den Streik miterlebt, warst du vielleicht sogar vor Ort?

Brian: Ich bin am Dienstagabend kurz vorbeigegangen und fand, dass eine angenehme Stimmung herrschte. Leider bin ich noch zu wenig im Thema drin, als dass ich fundiert meine Stimme erheben könnte. Ich finde es extrem wichtig, sich wirklich tiefgehend mit Themen zu beschäftigen, ehe man öffentlich darüber spricht.

Luna: Da ich gerade drehe und nicht in der Schweiz bin, konnte ich nicht dabei sein. Aber ich wäre es gern gewesen.

Janosch: Nein, ich war nicht dort.

Tamy: Ich wäre gern dabei gewesen, aber es hat zeitlich leider nicht geklappt. Ich bin jenen dankbar, die da waren.

Denkst du, dass solche Aktionen etwa verändern können – oder eigentlich gar nichts bringen?

Luna: Ja! Ich hoffe, dass das Thema dadurch mehr Aufmerksamkeit bekommt. Denn das hat es bitter nötig. Ich bin sehr stolz auf meine Generation, die kämpft und nicht lockerlässt, bis sich etwas ändert.

Tamy: Ich denke schon, dass sie was bringen. Wir reden wieder übers Klima. Nach dem Lockdown ging es mehrheitlich um Corona, und die eigentliche Krise wurde ein bisschen vergessen.

Janosch: Es ist sicher gut, dass die Jugend heutzutage politisch aktiver wird. Aber ich fürchte, dass solche Aktionen kontraproduktiv sind. Denn wenn die Polizei kommen muss, hat das einen bitteren Beigeschmack und viele nerven sich darüber.

Brian: Definitiv kann man so etwas verändern! Ich finde es extrem gut und wichtig, aktiv zu handeln! Jedoch finde ich es auch schade, dass der Markt auf dem Bundesplatz, auf dem auch regionale Produkte verkauft werden, dadurch eingeschränkt war.

Wie hältst du es auf Social Media mit Themen wie Nachhaltigkeit?

Janosch: Ich halte mich, was politische und religiöse Themen angeht, generell eher zurück. Es ist nicht mein Kerngebiet, und ich finde, manchmal muss man einfach bei dem bleiben, was man am besten kann.

Brian: Ich poste in meinen Stories generell wenig über Nachhaltigkeit und lebe sie lieber privat, da man sich dadurch schnell angreifbar macht. Ich gebe mir Mühe, nachhaltiger zu leben, jedoch fliege ich beruflich auch regelmässig und benutze durch meinen Job wöchentlich neue Beautyprodukte. Viele sehen den Mehrwert von kleinen, nachhaltigen Schritten im Alltag nicht und hätten mir dann wohl eine Doppelmoral vorgeworfen.

Achtest du persönlich auf Nachhaltigkeit?

Brian: Ich bewundere Personen, die es wirklich schaffen, komplett nachhaltig zu leben. Ich versuche, das in kleinen Schritten immer mehr in meinen Alltag zu integrieren. Sei es, dass ich regionale oder saisonale Produkte kaufe oder immer mehr auf Secondhand statt Neues setzte.

Luna: Ich finde, Nachhaltigkeit fängt in erster Linie bei sich selber an. Für mich sind das Dinge wie Mülltrennung, weniger Fleischkonsum, weniger Plastik oder mit dem Zug reisen. Deswegen versuche ich meine Mitmenschen auch darauf aufmerksam zu machen und meine Stimme dafür zu nutzen.

Tamy: Ich kaufe oft Gemüse und Früchte auf dem Markt, bin mit dem Velo unterwegs, shoppe selten bis nie neue Klamotten – und wenn, dann secondhand. Auch meine Beautyprodukte werden mehr und mehr durch nachhaltige und vegane Brands ersetzt.

Janosch: Ich bin ein totaler Mülltrenner. Von Kaffeekapseln über Alu bis zu PET – bei mir wird alles getrennt. Das ist etwas, was mir sehr am Herzen liegt.

Was wünschst du dir im Diskurs über die Umwelt?

Janosch: Dass man die Umwelt ernst nimmt, denn das Problem drängt. Ich finde es nicht gut, dass einige jetzt denken, es sei alles wieder in Ordnung, bloss weil wir wegen Corona weniger fliegen. Die Regierungen müssen zudem Verantwortung übernehmen und bei den grossen Produktionen und Umweltschleudern ansetzen.

Tamy: Die Einsicht, dass es kein Rechts-, Mitte- oder Links-Thema ist. Es geht uns alle an. Leute in der Politik sollten für einmal am selben Strang ziehen. So würden wir viel schneller vorankommen. Auch müssen wir wieder erkennen, dass es nicht den Menschen und die Natur gibt – sondern der Mensch die Natur ist.

Brian: Dass Menschen, die dieser Bewegung kritisch gegenüberstehen, auch verstehen, dass man nicht auf alles verzichten muss. Dass auch kleine Schritte einen Unterschied machen können. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass Aktivistinnen und Aktivisten mehr Verständnis für diejenigen aufbringen, die kleine Schritte gehen. Mehr Aufklärung und Verständnis auf beiden Seiten würde das Thema voranbringen.

Luna: Dass man versucht, gemeinsam Lösungen für eine sichere Zukunft für uns alle zu finden, statt gegeneinanderzuarbeiten.

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