Aktualisiert 06.02.2008 21:20

Schweizer Regisseur dreht Hitler-Farce mit Götz George

Der Schweizer
Regisseur Urs Odermatt
verfilmt die Theater-
Satire «Mein Kampf»
über Hitlers Jugend.
Dazu holte er sich den
deutschen Filmstar
Götz George an Bord.

Die Verfilmung basiert auf George Taboris Theaterstück «Mein Kampf», einer Farce über Hitlers Jugend, die Fakten und Fiktion vermischt. Der junge Hitler (gespielt vom deutschen Jungstar Tom Schilling) will an die Akademie der Bildenden Künste in Wien, wird aber abgelehnt. Verzweifelt springt er in die Donau, doch der Jude Schlomo Herzl (Götz George) rettet ihn. «Mit diesem Grundwitz beginnt unsere Farce», sagt der Regisseur Urs Odermatt. «Es ist eine böse, kalte Komödie mit einer grossen Ernsthaftigkeit», so der 52-jährige Nidwaldner weiter.

Erstmals wird das viel diskutierte Stück von 1987 verfilmt. «Ich freue mich auf die tollen Texte von Tabori», so der Theater- und Filmregisseur. Der Inhalt besteht aus Versatzstücken von Hitlers «Mein Kampf», wodurch die Komik sehr grotesk wird.

Der Film mit einem Budget von 4,5 Millionen ist eine Koproduktion der Schweiz, Österreichs und Deutschland. Ab 14. April wird in Wien und im sächsischen Zittau gedreht. Ob neben Odermatt auch Schweizer Schauspieler dabei sind, ist offen. «Ich habe Schweizer auf der Liste», so Odermatt. 2009 soll «Mein Kampf» an der Berlinale Premiere feiern.

rig/dag

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