Schweizer reisten deutlich weniger

Aktualisiert

Schweizer reisten deutlich weniger

Die Schweizer sind im Jahr 2003 seltener, günstiger und weniger weit gereist als noch fünf Jahre zuvor. Mehrtägige Trips bei Berufsreisen gingen gar um 44% zurück.

Der Anteil jener, die mindestens eine Reise mit Übernachtung unternahmen, blieb zwar zwischen 1998 und 2003 mit 83 Prozent stabil. Doch die Anzahl Reisen pro Person nahm von 3,5 auf 3,0 leicht ab. Insbesondere Kurztrips (1 bis 3 Übernachtungen) gingen um 14 Prozent zurück. Dabei löste Deutschland den langjährigen Leader Frankreich als Hauptdestination ab, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) gestern mitteilte.

Massiv ist der Rückgang der Geschäftsreisen: Mehrtägige berufliche Trips gingen um satte 44 Prozent zurück. Dies wirkte sich auch auf die Spesenrechnung aus: Durchschnittlich wurden 2003 für eine Geschäftsreise 363 Franken pro Person ausgegeben – 1998 waren es noch 451 Franken.

Auf längere Ferien wurde jedoch kaum verzichtet. Diese führten zu 55 Prozent ins benachbarte Ausland – dabei wählte jeder vierte Urlauber Italien als Reiseziel.

Dass die Menschen nicht mehr so weit reisten, ist laut BFS eine Folge der allgemein als schlechter empfundenen Wirtschaftslage. Zudem sei auch der 11. September 2001 für die abnehmende Zahl an Flugreisen mitverantwortlich.

(SDA/AP) (dapd)

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