Leichtathletik-WM: Schweizer Rekord für Sprintstaffel der Frauen
Aktualisiert

Leichtathletik-WMSchweizer Rekord für Sprintstaffel der Frauen

Die Schweizer 4x100-m-Staffel der Frauen senkte zum Abschluss der WM in Moskau den Schweizer Rekord um 27 Hundertstel auf 43,21 Sekunden. Gleichwohl blieb dem Quartett der Finaleinzug verwehrt.

Vor der dritten und letzten Halbfinalserie bestand noch ein Funken Hoffnung. Die Schweizer Frauen hätten als eine der zwei schnellsten Lucky Loser noch in den Endlauf vorstossen können. Starke Nationen wie Deutschland (42,64), die Bahamas (42,72) oder Nigeria (Stabverlust) waren disqualifiziert worden. Doch die Teams der letzten Serie blieben allesamt makellos. Und nach einem erfolgreichen Protest wurde Deutschland wieder zum Final zugelassen. Somit rutschte Russland (42,94) als letzte Nation nach.

In der Endabrechnung ergab dies für Mujinga Kambundji, Marisa Lavanchy, Ellen und Lea Sprunger Rang 12 unter 19 Nationen (Platz 7 im inoffiziellen Europaranking). Zum grossen Coup fehlten knapp drei Zehntel. Gemessen am nationalen Rekord der jeweiligen Nationen war die Schweiz als Nummer 18 ins Rennen gegangen. «Die Freude überwiegt», betonte Kambundji. Nach einem derartigen Rekord dürfe man nicht enttäuscht sein. Der Staffelcoach Laurent Meuwly reagierte weniger euphorisch: «Im Moment bin ich enttäuscht, aber nach der Analyse werden wir viele positive Sachen sehen.» Ein optimaler Lauf gelinge einer Staffel nur ganz selten. Diesmal habe der letzte Wechsel nicht wunschgemäss funktioniert.

Nun wird eine Zeit unter 43 s angegriffen

Die Staffel der Frauen legt seit zwei Jahren einen Steigerungslauf hin. 2011 an der Athletissima in Lausanne hatte sich das Quartett mit dem Durchbrechen der 44-Sekunden-Marke überraschend für die WM in Daegu qualifiziert. Auch bei den Olympischen Spielen waren die Frauen im Gegensatz zu den Männern dabei. Der bis Moskau gültige Rekord wurde Anfang Juli an der Athletissima aufgestellt. Damals war Fanette Humair den zweiten Abschnitt gelaufen. Die Sprunger-Schwestern sind an jedem Grossanlass und bei jedem Rekordlauf mit von der Partie gewesen. Ein Rekord unter 43 Sekunden liegt die für die junge Schweizer Staffel in naher Zukunft durchaus drin, denn die Athletinnen dürften sich auch im persönlichen Leistungsbereich noch steigern. (si)

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