Kevin Jörg: Schweizer Rennfahrer tritt in Fussstapfen von Alonso
Aktualisiert

Kevin JörgSchweizer Rennfahrer tritt in Fussstapfen von Alonso

Kevin Jörg (20) aus Weesen SG wurde in die Renault-Nachwuchs-Akademie aufgenommen. In der Talentschmiede sollen Formel-1-Weltmeister geformt werden.

von
M. Lüchinger

«Ich bin überglücklich! Jetzt bin ich meinem Traum von der Formel 1 einen grossen Schritt näher», sagt der Jung-Rennfahrer Kevin Jörg. Denn wie der französische Rennstall Renault mitteilt, ist der 20-Jährige neu in die Renault Sport Academy aufgenommen worden. «Das ist für mich eine grosse Ehre und Chance», so Jörg. Auch der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso begann seine Karriere in der Akademie von Renault. Jörg ist einer von nur vier Fahrern, die dieses Jahr ausgewählt wurden.

Ziel der Akademie ist es, «die Weltmeister von morgen zu finden» und die Nachwuchsrennfahrer durch die verschiedenen Nachwuchsklassen zu begleiten. «Unter anderem werde ich nun von einem Taktik-Coach und einem Personaltrainer unterstützt, zudem bekomme ich Medientrainings», sagt Jörg zu 20 Minuten, der seit der Matura im Jahr 2014 ganz auf den Rennsport setzt.

Kommende Saison in der GP3

Anders als der grosse Michael Schumacher, der bereits mit vier Jahren erste Rennerfahrungen sammelte, ist Kevin Jörg ein Spätzünder: Seine ersten Fahrversuche machte er als zwölfjähriger Go-Kart-Fahrer. Ab dieser Saison nun startet Jörg in der GP3-Klasse. «Die GP3 ist eigentlich das Vorprogramm der Formel 1. Das Auto wird über 400 PS haben», so der 20-Jährige. Fahren wird er für das Team DAMS.

«Er ist auf dem richtigen Weg»

«Es ist ein wichtiger Schritt vorwärts in seiner Karriere», sagt Robert Höpoltseder, Leiter Kommunikation Sauber F1 Team. Der Ostschweizer sei auf dem richtigen Weg, sonst wäre er nicht in ein Rennfahrer-Förderprogramm eines Autokonzerns und grossen Formel-1-Teams aufgenommen worden.

Dem stimmt SRF-Formel-1-Experte Michael Stäuble zu: «Es ist eine Anerkennung für die bisherigen Leistungen in der Formel Renault.» Durch die Aufnahme in die Akademie werde nun auch Jörgs Bekanntheitsgrad steigen. Die kommende Saison in der GP3 werde nun die wichtigste seiner Karriere. «Die GP3 wird von den Formel-1-Exponenten genau beobachtet», so Stäuble.

Kevin Jörg schaut nach vorne und freut sich auf das erste Rennen in der kommenden Saison: «Ende Mai gilt es in Barcelona ernst.»

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