Aktualisiert 05.04.2020 10:27

Angst vor Quarantäne

Schweizer stirbt in Luxusresort in Thailand

In einem Resort in Thailand stirbt ein Schweizer an Corona. Dort hat man nun Angst, dass die ganze Anlage unter Quarantäne gestellt wird.

von
nk/dag
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Ein 82-jähriger Bewohner eines Resorts in Thailand verstarb am Donnerstag, nachdem der Schweizer  im Spital positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Dies berichtet ein Leser-Reporter vor Ort.

Ein 82-jähriger Bewohner eines Resorts in Thailand verstarb am Donnerstag, nachdem der Schweizer im Spital positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Dies berichtet ein Leser-Reporter vor Ort.

Leser-Reporter
Der verstorbene Schweizer sei schon seit Monaten gesundheitlich angeschlagen gewesen.

Der verstorbene Schweizer sei schon seit Monaten gesundheitlich angeschlagen gewesen.

Residenz Lotuswell Facebook.
Trotz der wunderschönen Natur, die Thailand zu bieten hat, macht man sich nun auch Sorgen, wie es  wegen der Corona-Krise weitergehen wird. (Symbolbild)

Trotz der wunderschönen Natur, die Thailand zu bieten hat, macht man sich nun auch Sorgen, wie es wegen der Corona-Krise weitergehen wird. (Symbolbild)

Residenz Lotuswell Facebook.

Sonne, Pool und tropisches Ambiente: Im Lotuswell-Resort im thailändischen Hua-Hin, das sich selbst als «luxuriöse Senioren-Residenz» bezeichnet, kann man das Leben geniessen – normalerweise. Denn nun ist das Coronavirus endgültig auch dort angekommen: Am Donnerstagvormittag verstarb ein 82-jähriger Bewohner des Resorts, nachdem er im Spital positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Dies berichtet ein Leser-Reporter vor Ort.

Der Besitzer des Resorts ist der Schweizer Cornelius Steger. Dessen Sohn Emanuel Steger bestätigt gegenüber 20 Minuten den Fall: «Der Bewohner war Schweizer und schon seit Monaten gesundheitlich angeschlagen.» Laut Steger seien alle Personen im Resort, die in den letzten vier Wochen Kontakt zum Verstorbenen hatten, aufgefordert worden, sich in Selbstquarantäne zu begeben.

Besitzer wurde auf dem Revier von der Polizei befragt

«Natürlich sind die Bewohner besorgt über die aktuelle Lage, so wie es wohl auch vielen anderen Menschen auf der Welt ergeht», sagt Steger weiter und ergänzt: «Wir haben selbstverständlich ein bisschen Angst, dass nun das ganze Resort unter Quarantäne gestellt werden könnte.» Das schlimmste für die hier lebenden Rentner wäre, wenn sie ohne Kontakte und Bewegung in ihren Wohnungen eingesperrt würden. Trotzdem sei die Stimmung im Resort gut und die Gäste würden sich an die Weisungen des Personals halten.

Einen weiteren Schrecken hat der Gründer des Resorts, Cornelius Steger am Donnerstag einstecken müssen. Bis dahin war das Restaurant für die Bewohner des Resorts noch geöffnet gewesen. An diesem Tag haben die thailändischen Behörden Steger vorgeworfen, dass er dafür keine Bewilligung habe. Deswegen wurde er auf ein Polizeirevier gebracht und dort befragt. «Nach der Befragung wurde mein Vater wieder freigelassen», sagt Steger junior. Solange diese Situation aus rechtlicher Sicht nicht geklärt sei, biete das Resort-Restaurant nur noch Take-Away an.

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