Aktualisiert 21.05.2013 10:31

EluveitieSchweizer Rocker in China verhaftet

Schock für Eluveitie: Die chinesische Polizei schickte die Metal-Rocker direkt nach ihrem Auftritt in den Knast.

von
Bettina Bendiner

Böse Überraschung hinter der Bühne in Peking: Die Polizei führte Eluveitie wegen angeblicher Visums-Probleme ab. Der Kastenwagen fuhr vor und verfrachtete die Band, zwei Techniker und den Konzertveranstalter auf den Polizeiposten. «In einem schlichten Raum wurden wir befragt», sagt Schlagzeuger Merlin zu 20 Minuten. Geschlafen hätten sie im Besucherraum. «Da durfte man sogar rauchen.»

Nach Busse in Freiheit

Beängstigend wurde es, als die Jungs chinesische Papiere unterzeichnen mussten. «Wir wussten gar nicht, was wir da unterschreiben», so Merlin. Sie taten es trotzdem. Das reichte den chinesischen Beamten offenbar nicht. Sie brummten den Schweizern noch eine Busse auf – rund 1000 Franken musste der Konzertveranstalter berappen. Dann war der Spuk vorbei – doch ein mulmiges Gefühl blieb. «Zuerst wirst du abgefeiert wie selten zuvor und kurze Zeit später bist du auf dem Weg ins Polizeipräsidium», sagt Sänger Chrigel Glanzmann. «Das macht Angst. Wir kannten den Grund nicht und hatten grosse Verständigungsprobleme.»

Nur Bassist Kay Brem sieht den Vorfall positiv: «Eine superhübsche chinesische Beamtin hat auf mich aufgepasst. Rock'n'Roll halt.» Ob China Eluveitie von der schwarzen Liste gestrichen hat? Hoffentlich. Heute müssen sie noch einmal nach Peking.

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