23.07.2019 18:54

PeruSchweizer schleift Frau mit Auto mit – tot

Ein Schweizer hat sich in Paracas, Peru, betrunken ins Auto gesetzt. Seine Freundin und Mutter dreier Kinder wollte ihn aufhalten. Nun ist sie tot.

von
vro

Das Überwachungsvideo zeigt, wie die Frau am Auto hängen bleibt. (Video: Latina Televisión)

Ein tragischer Todesfall erschüttert die peruanische Stadt Paracas. Die 33-jährige Z. C.* kam während eines Streits mit ihrem Schweizer Freund A. S.* am Sonntagmorgen ums Leben, wie peruanische Medien berichten. Das Paar war in der Stadt, um den Geburtstag von C. zu feiern. Überwachungskameras zeigen, wie der Schweizer am Sonntagmorgen mit einem Surfbrett aus einem Haus kommt, es in einem Auto verstaut und sich dann hinter das Steuer setzt. Gemäss Medienberichten soll er betrunken gewesen sein.

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Der 26-jährige A. S. wird beschuldigt, seine Freundin getötet zu haben.

Der 26-jährige A. S. wird beschuldigt, seine Freundin getötet zu haben.

Überwachungskameras in der peruanischen Stadt Paracas zeigen, wie er mit einem Surfbrett ein Haus verlässt.

Überwachungskameras in der peruanischen Stadt Paracas zeigen, wie er mit einem Surfbrett ein Haus verlässt.

Er packt es ins Auto und steigt ein. Danach erscheint seine Freundin, die sich neben das Auto stellt.

Er packt es ins Auto und steigt ein. Danach erscheint seine Freundin, die sich neben das Auto stellt.

Kurz darauf erscheint die Freundin des 26-Jährigen. C. stellt sich neben das Auto, offenbar diskutieren die beiden. Die Frau habe den Mann aufhalten wollen, schreiben die Medien. Dann drückt der Schweizer aufs Gas, C. wird mitgeschleift. Sie bleibt an der Seite des Autos hängen. Die Mutter von drei Töchtern im Alter von 3, 9 und 10 Jahren stirbt später im Spital. Die Polizei hat S. festgenommen. Er sitzt zurzeit im Gefängnis.

«Er hat sie mitgeschleift, nicht einmal angehalten, er hatte kein Mitleid»

Der Vater des Opfers gibt gegenüber Medien an, dass seine Tochter sich bereits überlegt habe, sich von S. zu trennen. Die Beziehung sei turbulent gewesen und S. sei auch gewalttätig geworden. 2018 soll sie ihn bereits angezeigt haben. «Er hat sie mitgeschleift, nicht einmal angehalten, er hatte kein Mitleid. Das kann kein Verkehrsunfall sein, das ist Mord, er ist ein Psychopath.»

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigt gegenüber 20 Minuten die Verhaftung eines Schweizer Bürgers in Peru. Die Schweizerische Botschaft in Lima stehe in Kontakt mit den zuständigen lokalen Behörden und unterstütze diesen Mitbürger im Rahmen des konsularischen Schutzes. Weitere Angaben kann das EDA aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes nicht machen.

*Name der Redaktion bekannt

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