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Kontrolle in BayernSchweizer schmuggelte 532 Hanfpflanzen im Auto

Bei einer Fahrzeugkontrolle stieg Zollbeamten bei Plattling in Bayern ein verdächtiger Geruch in die Nase. Ein Schweizer war mit über 500 Hanfsetzlingen in seine Heimat unterwegs.

von
vro
Diese Hanfpflanzen wurden im Schweizer Mietauto sichergestellt.

Diese Hanfpflanzen wurden im Schweizer Mietauto sichergestellt.

Bei einer Grenzkontrolle Anfang November auf einem Parkplatz der A3 bei Plattling in Niederbayern hat der deutsche Zoll einen aussergewöhnlichen Fund gemacht. Als Beamte ein Auto mit Schweizer Kennzeichen kontrollierten, bemerkten sie einen Geruch, den sie nur allzu gut zuordnen konnten. Im Fahrzeug roch es nach Marihuana.

In dem Mietwagen fanden die hinzugezogenen Zollbeamten schliesslich vierzehn Kartonschachteln, die teilweise mit einer Wolldecke zugedeckt waren. In den Kartons befanden sich insgesamt 532 Hanfpflanzen, schreibt das Hauptzollamt Landshut in einer Mitteilung.

Vom Navi «fehlgeleitet»

Am Steuer sass ein 32-jähriger Italiener. Der 46-jährige Beifahrer ist Schweizer und gab an, dass die Pflanzen ihm gehörten. Er habe sie in Österreich für sieben Euro pro Stück gekauft und in die Schweiz bringen wollen. Den italienischen Fahrer habe er für die Fahrt bezahlt und über die grüne Ladung informiert.

Doch den beiden Schmugglern unterlief ein entscheidender Fehler, der schon vielen Verkehrsteilnehmern zum Verhängnis geworden ist: Sie vertrauten dem Navigationsgerät. Das habe sie fehlgeleitet, erklärte der Schweizer den Beamten. Denn: Es führte sie nicht direkt von Österreich in die Schweiz, sondern via Deutschland, wo sie vom Zoll erwischt wurden.

Die über 500 Setzlinge wurden schliesslich sichergestellt und werden vernichtet. Gegen den Schweizer und den Italiener wurde wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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