Schurter undankbarer VierterMountainbiker Mathias Flückiger gewinnt Olympia-Silber!

Mountainbiker Mathias Flückiger holt in Tokio die zweite Schweizer Medaille. Der 32-Jährige gewinnt Silber im Cross Country, Nino Schurter wird unglücklicher Vierter.

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Ressort Sport

Hier holt sich der Schweizer die Silber-Medaille.

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Schweizer Jubel in Japan! Im Cross-Country-Rennen gewinnt Mountainbiker Mathias Flückiger Silber und beschert der Schweiz die zweite Medaille an den diesjährigen Olympischen Spielen. Pech hat Nino Schurter, der als knapp Vierter leer ausgeht.

Gleich nach dem Start hat Nino Schurter kurz Probleme und muss von seinem Velo absteigen. Der Titelverteidiger schafft aber noch vor Ende der Startrunde den Anschluss an die Spitzengruppe. Dort ist auch Mathias Flückiger mit dabei.

Mega-Crash von Van der Poel

Früh verabschiedet sich Superstar Mathieu van der Pool aus dem Rennen. Der Niederländer stürzt nach einem Sprung heftig und fährt benommen weiter.

Vorne setzt sich eine sechsköpfige Spitzengruppe mit Schurter und Flückiger ab. Bei Rennhälfte zieht der Brite Thomas Pidcock vorne davon. Einzig Weltcup-Leader Mathias Flückiger kann das Tempo einigermassen mitgehen. Nino Schurter liegt bei Halbzeit auf Rang 3.

Schurter verliert Schlussspurt

Früh scheint bereits klar, Gold ist Pidcock nicht mehr zu nehmen. Hinter dem Briten fährt Mathias Flückiger alleine Richtung Silbermedaille. Weit weniger ruhig hat es Nino Schurter. Auf der letzten Runde kämpft der Olympiasieger von Rio in einer Vierergruppe um Bronze.

Kurz vor Schluss muss Schurter den Spanier Valero Serrano ziehen lassen und wird undankbarer Vierter. Der dritte Schweizer im Rennen, Filippo Colombo, beendet das Rennen auf Platz 12. (law)

Top-Star Mathieu van der Poel stürzt spektakulär und gibt auf.

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Montag, 26.07.2021

Mathias Flückiger

Der Berner ist zwar glücklich über die Medaille, hätte aber gerne mehr gehabt: «Ich wollte gewinnen. Ich habe in der Rennmitte zwei Fehler in einer Runde gemacht und dann hat sich eine Lücke aufgetan», so der 32-Jährige.

Trotzdem kann er sich über das Resultat freuen: «Ich habe mein Ziel verfehlt, es wäre mehr möglich gewesen. Aber wenn ich mit den Interviews durch bin und Zeit zum Nachdenken habe, werde ich auch sehr zufrieden damit sein.»

NIno Schurter

Der Bündner zeigt sich enttäuscht über die verpasste Medaille, nimmt es aber auch mit Humor: «Am Schluss hat es nicht ganz gereicht. Der vierte Platz hat mir sowieso noch gefehlt, mehr war heute auch nicht drin.»

Seinen Rücktritt von den Olympischen Spielen erklären will der Bündner hingegen noch nicht: «Mal schauen wie der Rest der Saison so läuft, dann werden wir sehen, ob das meine letzten Spiele waren oder nicht.»

Das Rennen

Zunächst sah es gar nach einem Doppelsieg für die Schweiz aus. Schurter und Flückiger setzten sich direkt an die Spitze des Feldes und setzten sich leicht ab. In die Hände spielte den beiden der frühe Sturz von Van der Poel. Mit zunehmender Dauer kämpfte sich jedoch Pidcock an die Spitze. Der Brite sichert sich die Goldmedaille schlussendlich überlegen. Flückiger verteidigt dahinter Position zwei geschickt, Schurter hingegen hat Pech und wird in der letzten Runde vom Spanier Valero auf Platz vier verdrängt.

Filippo Colombo

Der Tessiner beendet das Rennen auf Rang zwölf.

Pech für Schurter

Nino Schurter wird kurz vor Schluss noch vom Spanier Valero überholt – das ist bitter. Wir hätten ihm eine Medaille zum Abschluss gegönnt.

Flückiger mit Silber!

Sehr starke Leistung des Berners! Der 32-Jährige sichert sich die Silber-Medaille und lässt dabei kaum Zweifel aufkommen. Mit Ausnahme von Pidcock distanziert er den Rest des Feldes klar.

Pidcock sichert sich Gold!

Der Brite gewinnt das Rennen!

Runde 7

Pidcock lässt nicht nach. Der Brite powert an der Spitze weiter und lässt Flückiger so keine Chance aufzuschliessen. Der Rückstand beträgt momentan 22 Sekunden.

Runde 7

Über wie viele Reserven verfügt Schurter noch? Im Moment liegt er noch knapp hinter Valero, doch die Bronzemedaille ist weiter in Reichweite!

Runde 7

Zwei Kilometer trennen Flückiger noch von der Zieleinfahrt und somit vom Gewinn einer Medaille!

Runde 7

Schurter kämpft derweil mit einem weiteren Kontrahenten, der Spanier Valero hat die Verfolgergruppe erreicht und übernimmt den dritten Platz.

Schlussphase

Pidcock biegt auf die Start-Ziel-Gerade ein, die letzte Runde läuft also. Flückiger folgt dahinter mit 14 Sekunden Rückstand.

Runde 6

Die vorletzte Runde des Rennens beginnt. An der Spitze scheint die Situation klar, Pidcock liegt mit grossem Abstand vor Flückiger. Dahinter ist der Kampf um Bronze jedoch enorm eng. Schurter liegt derzeit auf Platz drei, dicht gefolgt von Cooper und Koretzky.

Runde 5

Flückiger zeigt trotz dem Rückstand ein starkes Rennen. Nachdem der Abstand zu Pidcock zwischenzeitlich auf 14 Sekunden angewachsen war, hat er ihn nun auf 12 Sekunden verkürzen können.

Runde 5

Van der Poel muss das Rennen aufgeben, zu sehr hat ihn der Sturz am Anfang mitgenommen. Trotzdem eine starke Leistung des Niederländers, der sich trotz der Blessuren zwischenzeitlich bis auf Platz 13 zurückgekämpft hatte.

Runde 5

Die Aufstiege hier sind enorm steil, Flückiger muss in dieser Runde kurz absteigen, um den Höhenunterschied zu bewältigen. Pidcock zieht dadurch wieder etwas davon.

Runde 5

Rund zehn Kilometer sind noch zu fahren. Kann sich Flückiger nochmal an Pidcock herankämpfen?

Runde 5

Für Schurter geht es derweil wohl um den Kampf um die Bronzemedaille. Er befindet sich in einer Dreiergruppe mit Cooper und Koretzky. Das wird wohl nicht einfach für den Bündner.

Runde 5

Die Fahrer begeben sich auf die fünfte Runde. Pidcock legt ganz vorne ein unglaubliches Tempo vor und distanziert sich vom Rest des Feldes. Flückiger hat Mühe, in Sichtdistanz des Briten zu bleiben.

Die Spitze

So gestalten sich derzeit die Top fünf:

  • Pidcock

  • Flückiger

  • Cooper

  • Schurter

  • Koretzky

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